Arbeit am Tuxeggbach: 29 Holzsperren sollen für mehr Sicherheit sorgen

Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat ihre Arbeit am Tuxeggbach aufgenommen, wo massive Geländeveränderungen Sorge bereiten.

Ein Teil der Holzsperren ist bereits fertiggestellt. Die gesamte Verbauung dauert zehn bis 15 Jahre.
© WLV Tirol

Finkenberg – Seit zwanzig Jahren verschlechtert sich der Zustand der Tuxeggbach-Rutschung in Finkenberg immer mehr. Die beiden Bäche Tuxeggbach und Entalbach sind mittlerweile stark eingetieft, die Böschungen weit hinauf angerissen und liefern kontinuierlich neues Geschiebe nach. Neben der Gefährdung bzw. dem Verlust von landwirtschaftlichen Nutzflächen besteht das Risiko, dass bei einem starken Murgang der Tuxbach aufgestaut wird, ausbricht und nachfolgend die Tuxer Landesstraße gefährdet. „Das, was dort passiert, ist mit einem normalen Wildbachprozess nicht vergleichbar“, sagt Gebhard Walter, Leiter der Sektion Tirol der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV).

Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat inzwischen ein Schutzprojekt zur Stabilisierung der Rutschung ausgearbeitet. Es werden im Ental- und Tuxeggbach insgesamt 29 Holzsperren errichtet. Aufgrund des schwierigen Untergrundes wird die Sperrenstaffelung in Holzbauweise ausgeführt. Auch intensive Erosionssicherungen sind in dem Gebiet, in dem glücklicherweise nur wenig Gebäude stehen, erforderlich. Durch ökologische Begrünungsmaßnahmen werden die Böschungen weiter gesichert.

„Gerade am Beispiel des Zillertals und dieses ganz konkreten Schutzprojekts zeigt sich die Bedeutung der Arbeit der Wildbach- und Lawinenverbauung. Ohne entsprechenden Schutz vor Naturgefahren wäre ein Leben und Wirtschaften in vielen Teilen unseres Tals nicht möglich“, betont LHStv. Josef Geisler anlässlich des Lokalaugenscheins.

Wie berichtet, kostet die Verbauung rund 8,8 Millionen Euro, die Bauzeit wird sich auf zehn bis 15 Jahre belaufen. 40 Prozent zahlt der Bund, 20 Prozent das Land, je 12 Prozent entfallen auf Finkenberg, Tux und die Landesstraßenverwaltung. Die Gemeinde Mayrhofen hat inzwischen beschlossen, die restlichen vier Prozent der Kosten zu übernehmen.

Im Rahmen des Baustellenbesuches wurde Martin Eberharter im Beisein von Zentralbetriebsrat Hansjörg Fankhauser, Gebietsbauleiter Josef Plank und Sektionsleiter Gebhard Walter die Ernennungsurkunde als Partieleiter überreicht. Nach abgeschlossener Polierausbildung wird er künftig eine eigene Arbeiterpartie der Gebietsbauleitung Mittleres Inntal leiten. Sektionsleiter Gebhard Walter unterstreicht die Wichtigkeit von Aus- und Weiterbildung der Arbeiter: „Vor allem die Leitung der Partien auf den extremen Baustellen erfordert hohe Qualifikationen.“ (TT, ad)


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