Seat sucht wieder die Offensive

Unbestritten ist, dass das neuartige Virus auch der spanischen Automobilmarke einen Strich durch die Rechnung macht – gleichwohl steckt Seat nicht auf, sondern kündigt eine umfassende Investitionsoffensive an.

Bestandteil der künftigen Produktpalette: Cupra el-Born.
© Werk

Martorell, Salzburg – Bis zum Ausbruch der Corona-Pandemie lief es für die VW-Tochtermarke Seat geradezu glänzend. Während der Großteil der Automobilindustrie sich bereits im Abwärtstrend befunden hatte, verwiesen die Iberer Jahr für Jahr auf zweistellige (prozentuelle) Zusatzraten – wohl dank einer einzigartigen Mischung aus gelungener Produktpalette, ansprechendem Design und einem pfiffigen Marketing.

Unbestritten ist, dass das neuartige Virus auch der spanischen Automobilmarke einen Strich durch die Rechnung macht – gleichwohl steckt Seat nicht auf, sondern kündigt eine umfassende Investitionsoffensive an: Bis 2025 sind fünf Milliarden Euro reserviert für die Modernisierung der drei bestehenden Werke (Martorell, Barcelona und Componentes) sowie für den Aufbau weiterer Seat-Büros (zum Beispiel die Softwareschmiede CASA). Der Großteil des Geldes fließt natürlich in den Ausbau der Produktpalette, die von der Stammmarke Seat und dem Tochterlabel Cupra bedient wird. Die Abspaltung dient dazu, noch emotionalere Fahrzeuge mit noch mehr Premium-Ausstattung anzubieten.

Eine besondere Rolle innerhalb der strategischen Überlegungen von Seat spielt die Forcierung der Elektromobilität. Und auch hier darf sich Cupra ins Rampenlicht stellen, denn geplant ist nicht nur der Start des dynamisch gezeichneten SUV Formentor, sondern auch des rein elektrischen el-Born. (hösch)

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