Sammlung der Caritas: Durststiller im Auftrag der Nächstenliebe

Bei der Sommersammlung der Caritas Tirol geht es heuer wieder darum, Menschen in Burkina Faso und Mali das Überleben und ein besseres Leben zu sichern.

Caritas-Direktor Georg Schärmer, Auslandshilfe-Leiterin Julia Stabentheiner und Bischof Hermann Glettler (v. l.) mit dem Bild von Fatimata, einem Mädchen aus Burkina Faso.
© Caritas

Innsbruck –Fatimata lebt mit ihren fünf Geschwistern in Burkina Faso. Ihre Eltern sind Händler, sie kaufen und verkaufen Getreide. Fatimata hat Freude am Lernen, ein regelmäßiger Volksschulbesuch ist für sie aber kaum möglich. Denn das Dorf in dem Fatimata lebt hat keinen Brunnen. Und weil Wasserholen in dem westafrikanischen Land die Aufgabe der Frauen und Mädchen ist, verbringt sie viel Zeit damit, kilometerweite Märsche zurückzulegen – am Tag bei großer Hitze, nachts bei allen lauernden Gefahren. Mit einem Brunnen im Dorf hätten das Mädchen und ihre Freundinnen sowie die anderen Familien plötzlich viel Zeit für andere Dinge, für Bildung zum Beispiel, oder den Gemüseanbau, kurz, die Chance auf ein besseres Leben.

Im vergangenen Jahr konnte mit Caritas-Spendengeldern aus Tirol für 33.000 Menschen in Burkina Faso und dem Nachbarstaat Mali eine Lebensgrundlage vor Ort gesichert werden. Seit 1974 unterstützt die Caritas Tirol Projekte in den beiden Ländern, die zu den ärmsten der Welt gehören. Auch bei der diesjährigen Sommersammlung sucht die Caritas wieder „Durststiller“, die mit einem Beitrag die derzeit insgesamt 15 Projekte unterstützen. „Durststiller zu sein, braucht Trinkgeld. Daher bitten wir die Tirolerinnen und Tiroler um einen Solidaritätseuro“, sagt Caritas-Direktor Georg Schärmer. Die Hilfe aus Tirol für die Menschen ist dabei eine Hilfe vor Ort, schafft eine nachhaltige Lebensgrundlage und ist dabei gleichzeitig die beste Fluchtvorsorge, so der Caritas-Direktor. Der Bau eines Brunnens kostet rund 11.000 Euro und kann ein Dorf mit zwischen 400 und 1000 Einwohnern mit kostbarem Wasser versorgen.

Globalisierung der Nächstenliebe

Bischof Hermann Glettler sieht in der Sommersammlung der Caritas einen „wesentlichen Beitrag zur Globalisierung der Nächstenliebe. Genau diese Globalisierung sei es, die man der wirtschaftlichen entgegensetzen müsse, um die weltweite Ungerechtigkeit zu bekämpfen und die Schieflage zu korrigieren.

Die Kirchensammlung findet am 14. und 15 August statt, Spendenbeiträge können aber auch überwiesen werden: AT79 3600 0000 0067 0950 (Zweck DurstStiller).

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Zudem wird heuer im Innsbrucker Dom ein besonderes Sommer-Highlight geboten. Von 2.–8. August werden täglich um 20.30 Uhr sieben Vorstellungen vom Jedermann 2020 vom Domplatz in Salzburg und eine historische Version auf einer Großleinwand gezeigt. Der Eintritt beträgt 10 Euro, dazu werden Spenden für die Caritas-Projekte erbeten. Der Kartenverkauf findet in der Innsbruck Information am Burggraben 3 ab 13. Juli statt. (np)


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