Große Schwazer Projekte liegen immer noch auf Eis

Beim Stadtforum forderten die Schwazer Infos zu diversen Bauvorhaben. Großteils mussten sie vertröstet werden.

Einige Stühle beim Stadtforum blieben leer. Dafür klinkten sich viele beim Live-Stream ein.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Schwaz –Mit knapp 80 Besuchern war beim Schwazer Stadtforum am Donnerstagabend im SZentrum nicht gerade viel los. Aber erstmals wurde das Forum via Livestream übertragen. Und dabei sollen sich laut Stadtmarketing im Durchschnitt 94 Zuseher zugeschaltet haben.

So erfreut man über die vielen Online-Besucher war, ein Problem gibt es da: Sie können keine Fragen stellen. Und gerade das macht das Stadtforum aus. Die Schwazer können sagen, wo sie der Schuh drückt, was nicht passt oder was sie sich wünschen.

Besonders die Bäume im Schwazer Stadtgebiet sorgen immer wieder für Diskussionsstoff. „Ich lege es euch ans Herz, jeden gewachsenen Baum zu erhalten“, sagte eine Schwazerin. Sie meinte, dass bei Bauprojekten oft nur am Computer geplant werde, ohne die Umgebung zu beachten. Dabei spielte sie aufs Altenwohnheim-Projekt Weidach an. BM Hans Lintner betonte, dass man so viele Bäume wie möglich dort erhalte und die Tiefgarageneinfahrt für die alte Rotbuche einige Meter verschoben wird. „Ihr müsst euch als Politiker durchsetzen, falls es plötzlich heißt: Man kann doch nur zwei Bäume am Grundstück erhalten“, sagte ein Schwazer. Er habe nämlich gehört, dass das passieren könne.

„Das verzögert alles"

Auch die Allee beim Projekt Schwaz Urban am Bahnhof will die Bevölkerung geschützt wissen. Zudem fehle es den dortigen Anwohnern an Infos. „Wir wissen eigentlich noch gar nichts, obwohl heuer noch gebaut werden soll“, sagt eine Zuhörerin. BM Lintner erklärte, dass er erst wenige Stunden zuvor von den ÖBB erfahren habe, dass es einen Einspruch gibt. „Das verzögert alles. Sobald wir Klarheit haben, werden wir mit allen Betroffenen reden“, sagte er.

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Infos zum großflächigen Wohnprojekt im Ortsteil Ried konnte Lintner auch nicht geben: „Das Projekt haben wir zurückgestellt.“ Es gebe noch keine Einigung bezüglich der notwendigen Bachverbauung und dem Grundeigentümer.

„Und was ist mit dem Minkusschlössl? Das verfällt immer mehr. Kommt darunter wirklich eine Seniorenresidenz hin?“, fragte eine Schwazerin. Laut Lintner befürworte man die Pläne des Eigentümers Swarovski für eine Seniorenresidenz. „Aber nur, wenn das Schlössl Teil davon wird“, erklärte er. Mehr konnte er dazu nicht sagen.


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