US-Kritik an Militärübungen im Südchinesischen Meer

Die USA haben derzeitige chinesische Militärübungen rund um eine Inselgruppe im Südchinesischen Meer als Bedrohung für die Stabilität in der Region angeprangert. Das US-Verteidigungsministerium zeigte sich am Donnerstag „besorgt“ über die am Vortag begonnenen Manöver an den Paracel-Inseln. Diese Operationen „destabilisieren die Lage weiter“, warnte das Pentagon.

China wies die Kritik zurück. Der Sprecher des Pekinger Außenministeriums, Zhao Lijian, erklärte, dass die militärischen Übungen zur Souveränität Chinas gehörten. Allenfalls gefährdeten bestimmte „nicht-regionale Länder“, die Militärübungen im Südchinesischen Meer durchführten, die Stabilität der Region, sagte er offensichtlich in Anspielung auf die USA.

China und andere an das Südchinesische Meer angrenzende Staaten erheben rivalisierende Gebietsansprüche in dem Seegebiet. China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Auf die Paracel-Inseln erheben auch Taiwan und Vietnam Anspruch.

Das Pentagon appellierte an die Anrainerstaaten des Südchinesischen Meeres, sich zurückzuhalten und militärische Aktivitäten zu unterlassen, welche die Territorialkonflikte „verschärfen“ könnten. Es kündigte an, die militärischen Aktivitäten Chinas in dem Seegebiet weiter zu beobachten.

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China ist seinerseits verärgert über die Einsätze von US-Kriegsschiffen in dem Seegebiet und warnt vor dem Risiko einer militärischen Eskalation.

Die Territorialkonflikte im Südchinesischen Meer sind eines von vielen Themen, welches das Verhältnis zwischen den USA und China stark belasten. Angespannt sind die Beziehungen unter anderem auch wegen Handelsstreitigkeiten, Auseinandersetzungen um den Umgang mit der Corona-Pandemie sowie wegen der chinesischen Eingriffe in die Autonomierechte der Sonderverwaltungszone Hongkong.


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