Mindestens 43 Tote bei Kämpfen im Südsudan

Bei Kämpfen zwischen Bevölkerungsgruppen im Konfliktland Südsudan sind nach Behördenangaben mindestens 43 Menschen getötet worden. Mitglieder der Gruppe der Murle hätten am Samstag ein Dorf im Teilstaat Jonglei angegriffen, sagte ein hochrangiger Vertreter der örtlichen Behörde. Bei einem weiteren Angriff kamen demnach vier Menschen ums Leben. Zudem seien Dutzende Rinder gestohlen worden.

Derartige Zusammenstöße zwischen Bevölkerungsgruppen kommen in dem ostafrikanischen Krisenland immer wieder vor, oftmals geht es um Ressourcen wie Land und Vieh. Nach Jahrzehnten der Konflikte im Südsudan sind zudem etliche Menschen bewaffnet. Die UN warnten jüngst, dass derartige Kämpfe das Friedensabkommen zwischen den Bürgerkriegsparteien zunichtemachen könnten.

Der 2013 ausgebrochene Bürgerkrieg wurde 2018 mit einem Abkommen formell beendet, die erst im Februar gebildete Übergangsregierung von Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar ist aber sehr fragil. Millionen Südsudanesen sind auf der Flucht und auf humanitäre Hilfe angewiesen.


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