Aus für Einrichtung in Ötztal-Bahnhof: Letzter Kindergarten der Lebenshilfe schließt

Georg Willeit (GF Lebenshilfe), Elisabeth Gärtner (Bereichsleitung Kind & Familie Lebenshilfe) und Christiane Slama, Leiterin des Kindergartens Ötztal-Bahnhof, (v. l.) beim Abschiedsfest.
© Lebenshilfe Tirol/Schafferer

Ötztal-Bahnhof – „Unsere Kindergärten haben viele Jahrzehnte Kindern und Eltern Sicherheit und Halt gegeben. Gemeinsam sind wir viele Schritte gegangen, damit Kinder mit Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen gleichberechtigt mit anderen spielen, lernen und leben können. Das ist mittlerweile in allen Gemeindekindergärten Tirols möglich“, freut sich Georg Willeit, Geschäftsführer der Lebenshilfe.

Jetzt ist für ihn deshalb die Zeit gekommen, den letzten Lebenshilfe-Kindergarten in Ötztal-Bahnhof zu schließen und die Türen für alle Richtung Inklusion zu öffnen.

1985 wurde das Projekt als Fördergruppe in Mötz gestartet, „weil es in der ganzen Region kein Angebot für Kinder mit Behinderungen gab“. 1989 wurde in Ötztal-Bahnhof erstmals eine Integrationsgruppe mit maximal 15 Kindern angeboten. „Seit 1993 waren wir ein Integrationskindergarten“, erinnert sich Kindergartenleiterin Christiane Slama an Zeiten, als das Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderungen noch sprichwörtlich in den „Kinderschuhen“ steckte. Erst der unbeschwerte Umgang der Kinder untereinander hat auch die Barrieren und Ängste in den Köpfen der Erwachsenen abgebaut.

Sechs Kinder der Gruppe wechseln jetzt in den Gemeindekindergarten. Ein Kind besucht künftig einen Kindergarten im Ötztal und die anderen starten in einen neuen Lebensabschnitt, ins „Abenteuer“ Schule. (TT, fasi)


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