Krisengipfel: Die Maiferien in Sölden stehen auf der Kippe

Elternvertreter aus Sölden bangen um die seit Jahrzehnten geltende, tourismusfreundliche Regelung der beliebten Maiferien.

In Sölden bangen Eltern und Schüler um „ihre“ Maiferien. Nun, kurz vor Ferienbeginn, soll noch ein Krisengespräch Klarheit schaffen.
© Thomas Boehm / TT

Von Thomas Parth

Sölden, Innsbruck –Alles habe man von Seiten der Elternvertreter bereits unternommen, von Unterschriftenlisten über Mail-Anfragen bis hin zu politischen Interventionen, um die Institution der Maiferien zu erhalten. Heute soll dazu ein Krisengipfel im Land stattfinden.

„Seit ich mich erinnern kann, konnten wir dieses Privileg in Anspruch nehmen“, bestätigt eine Mutter aus Sölden gegenüber der TT. Im hinteren Ötztal, aber auch in anderen Tourismusorten war es gängige Praxis, die Sommerferien von neun auf acht Wochen zu verkürzen und im Herbst eine Woche früher mit der Schule zu beginnen. „Diese Tage konnten dann, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, in den Mai gelegt werden. Mit den Feiertagen kamen so stets zehn bis zwölf schulfreie Tage zustande“, so eine weitere Elternvertreterin aus dem Ötztaler Ort.

„Diese Ferien waren für uns Familien, die zum Großteil aus der Tourismusbranche stammen, die einzige Möglichkeit, gemeinsam als Familie Urlaub zu machen“, ist einem offenen Brief der Elternvertreter der Sölder Volksschule zu entnehmen.

Nun, wenige Tage vor Ferienbeginn, unternimmt die Elterninitiative einen erneuten Anlauf, bei LR Beate Palfrader die Wichtigkeit ihres Anliegens in Erinnerung zu rufen. „Es ist fünf vor zwölf, um eine Sonderregelung für Tourismusorte zu finden“, so die besorgten Eltern aus Sölden. Dieses letzte Aufbäumen habe eine Ankündigung auf der Homepage der Volksschule in Lech am Arlberg bewirkt. Hier würden sich sehr wohl Ferien im Mai ausgehen. Die Elternvertreter aus Sölden zeigen sich verwundert darüber, dass Maiferien im Vorarlberger Lech möglich seien, nicht aber in Tirol.


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