Nach Corona-Pause: Ermittlungen der Soko Kitzbühel laufen wieder

Mit dreimonatiger Verspätung haben die Dreharbeiten für die 20. Staffel von Soko Kitzbühel begonnen. Covid-19 hat auch am Set Spuren hinterlassen und die Arbeiten sind deutlich erschwert.

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Die Dreharbeiten an einer neuen Soko-Kitzbühel-Staffel laufen wieder, die Sicherheitsvorkehrungen sind aufwändig.
© ORF

Von Harald Angerer

Kitzbühel – Nina Pokorny, Lukas Roither, Alois Kroisleitner und Co. haben die Spur wieder aufgenommen. Vergangene Woche starteten die Dreharbeiten zur nun bereits 20. Staffel der beliebten Fernsehserie Soko Kitzbühel. Damit können Julia Cencig, Jakob Seeböck und Ferry Öllinger, wie die beliebten Stars der Serie heißen, wieder Kriminalfälle in und um Kitzbühel lösen.

„Tirol hat uns wieder“, freut sich Produzent Florian Gebhardt von der Produktionsfirma Gebhardt Productions GmbH. Doch die Arbeiten sind heuer wesentlich herausfordernder als vor der Corona-Krise. „Es gelten ohnehin strenge ­Sicherheitsauflagen, die wir für uns selbst noch etwas verschärft haben. Unser Ziel ist es, bis Mitte Dezember die aktuelle Staffel drehen zu können“, schildert Gebhardt im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Es wurde ein eigener Sicherheitsplan mit Experten ausgearbeitet, welcher die Dreharbeiten sicherstellen soll.

„Der Ausfall eines der Hauptdarsteller ist für uns nicht kompensierbar“, stellt Gebhardt klar. Deshalb gebe es umfangreiche Testungen. Bevor die Schauspieler auf das Set können, durchlaufen sie zwei PCR-Tests und auch das gesamte Team, welches mit den Schauspielern im engen Kontakt ist, wird zweimal die Woche einem PCR-Test unterzogen. Auch dass in Tirol die Zahlen sehr gering ­seien, gebe ein positives Gefühl.

„Wir vermeiden Szenen mit großen Menschenansammlungen"

Zum Schutz tragen alle Personen am Set während der Dreharbeiten einen Mund-Nasen-Schutz, abgesehen von den Schauspielern natürlich. Denn Covid-19 selbst wird kein Thema in der Soko-Kitzbühel-Staffel sein. „Wir werden sicher keine Folgen mit Mund-Nasen-Schutz drehen“, stellt Gebhardt klar. Die Folgen sollen zeitlos gehalten werden, das gilt auch in der aktuellen Zeit. Anpassungen habe es aber sehr wohl beim Drehbuch gegeben, denn einige Szenen mussten geändert oder herausgenommen werden.

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„Wir vermeiden Szenen mit großen Menschenansammlungen. Hier mussten wir uns überlegen, wie die Geschichte auch ohne eine solche auskommen kann“, sagt der Produzent. Denn auch am Set sollen so wenige Personen wie möglich sein. Insgesamt umfasst das Produktionsteam 50 Personen. Durch die Tests, das zusätzliche Personal und die Sicherheitsmaßnahmen steigen auch die Kosten für die Produktion. „Das Ganze geht nicht kostenlos an uns vorüber, aber wir können so ein gutes Abendprogramm sicherstellen“, ist Gebhardt überzeugt.

Für die Hauptdarsteller bedeutet die Situation eine besondere Herausforderung. Diese seien natürlich nicht unter Quarantäne, aber sie müssen besondere Vorsicht walten lassen. Trotzdem sei die Stimmung am Set sehr gut, wie Gebhardt betont. „Wir haben alle das Glück, einen Traumjob zu haben, und freuen uns sehr, dass wir diesen nun auch wieder ausüben dürfen“, betont Gebhardt. Dadurch würde das Positive die Mühsal bei Weitem übersteigen.


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