Außerordentlicher Parteitag: Imster FPÖ wählt neue Bezirksführung

Imster FP-Bezirksgruppe ist kaum im Amt und steht bereits voll unter Beschuss.

Die Imster FPÖ steht in der Kritik des eigenen Ehrenobmannes.
© Ploder

Von Thomas Parth

Imst – Personelle Veränderungen der FP-Bezirksorganisation im Bezirk Imst erforderten eine Neuwahl des Vorstandes im Rahmen eines außerordentlichen Parteitags. Als Repräsentant der Landes-FP vertrat Landesobmann-Stv. Rudi Federspiel den terminlich verhinderten Landesparteiobmann Markus Abwerzger.

Federspiel kommentierte die häufigen Personalrochaden im Bezirk der letzten Jahre mit klaren und kritischen Worten. „Es liegen turbulente Zeiten hinter uns, in denen es galt, die Struktur der Partei in den Bezirken auf neue, stabile Beine zu stellen“, so Federspiel, „leider haben wir uns dabei in einzelnen Menschen getäuscht.“ Um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen, setze man nun auf ein Team, das auch zuletzt schon erfolgreich zusammengearbeitet habe. Als Bezirksparteiobmann wieder gewählt wurde vergangenen Freitag Johann „Giovanni“ Grüner. Dieser hatte auch als Bezirksparteiobmann zur außerordentlichen Sitzung der FPÖ Imst geladen.

Genau hier setzt nun die Kritik des FP-Imst-Ehrenobmanns, Willi Grissemann, an. In einem offenen Brief zweifelt Grissemann die Legitimität der Neuwahl an. Grüner habe nicht nur 500 Parteimitglieder quasi zu einer „Corona-Party“ geladen, sondern auch ohne Befugnis dazu gehandelt: „Nach Parteiaustritten von mehr als einem Drittel der Bezirksparteileitungsmitglieder hatte Grüner gar nicht mehr die Funktion eines Bezirksobmannes inne.“ Der Parteitag sei damit nicht statutenkonform und müsse im Herbst wiederholt werden, fordert Grissemann.

Giovanni Grüner sieht sich im Recht und hält die Neuwahl für rechtens. Für Grissemann hegt er jedoch keinerlei Verständnis, da dieser alles Erreichte nur kaputtredet.


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