Spanien: Regierungsparteien gewinnen offenbar Regionalwahlen

Die Regierungsparteien im Baskenland und in Galicien in Nordspanien haben Prognosen zufolge die Regionalwahlen gewonnen. Demnach kam im Baskenland die separatistische liberale PNV bei leichten Zugewinnen auf 30 bis 32 Sitze im Regionalparlament. In Galicien bestätigte demnach die konservative Partido Popular ihre Stellung als stärkste Kraft, könnte jedoch ihre absolute Mehrheit eingebüßt haben.

Die PNV braucht im Baskenland jedoch wie zuvor andere Parteien für eine Mehrheit, wie das spanische Fernsehen und andere Medien am Sonntagabend nach Schließung der Wahllokale berichteten. Für die vorläufigen Ergebnisse wurden Umfragen bis zum Wahltag ausgewertet. Offizielle Ergebnisse aufgrund ausgezählter Stimmen wurden erst später erwartet.

Die galicische Partido Popular (PP) kam in den Prognosen, die dort auf Befragungen von Wählern nach der Stimmabgabe beruhen, auf 37 bis 40 Sitze. Damit war zunächst nicht klar, ob sie weiter allein regieren könnte. Die noch neue rechtspopulistische Partei Vox könnte einen Sitz in Galicien erobert haben.

Die Wahlbeteiligung in Galivien lag bei knapp 43 Prozent und damit in etwa so hoch wie vor vier Jahren. Im Baskenland fiel sie jedoch um acht Punkte auf nur gut 36 Prozent. Damit war wegen der Sorge der Menschen vor einer Ausbreitung des Coronavirus gerechnet worden.

Die sozialdemokratisch geprägte spanische Regierungspartei PSOE von Ministerpräsident Pedro Sánchez kam im Baskenland auf 10 bis 12 Sitze, in Galicien könnte sie auf 12 bis 14 Sitze hoffen. Den Wahlen wurde jedoch kein Testcharakter für die umstrittene Corona-Politik der Zentralregierung beigemessen. Sie hätten ursprünglich am 5. April stattfinden sollen, waren aber wegen der Pandemie verschoben worden.

Es waren die ersten Wahlen im einstigen Corona-Hotspot Spanien seit dem Ausbruch der Pandemie. Mit belastbaren Ergebnissen wurde bis spätestens Mitternacht gerechnet.


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