60.000 Euro für Gehwegverbreiterung in St. Nikolaus

Im Herbst starten die Arbeiten zur erweiterten Gehfläche in St. Nikolaus. Neun Parkplätze fallen weg.

Eine etwas andere Visualisierung der vergrößerten Gehfläche entlang der Innsstraße präsentierte die Stadt Innsbruck.
© Stadt Innsbruck

Von Denise Daum

Innsbruck –„Nein, den Waltherpark öffnen wir nicht für den Autoverkehr“ – mit stoischer Ruhe kommentierte Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl am Dienstagabend alle möglichen und unmöglichen Vorschläge für Innsbrucks ältesten Stadtteil St. Nikolaus. Rund 50 Anrainer und Wirtschaftstreibende kamen zur Informationsveranstaltung der Stadt zur geplanten Gehsteigvergrößerung.

Die provisorische Lösung mit Pollern und Blumentrögen sorgte bekanntlich für einiges an Aufregung. Im Herbst nun soll das Provisorium durch eine fixe bauliche Maßnahme entlang der Innstraße ersetzt werden. Und die sieht so aus: Die ersten rund zehn Meter beim Me­tropolkino werden als Ladezone ausgewiesen. Zwischen den Häusern der Innstraße 7 und 55 wird die Gehfläche durch einen durchgehenden abgeschrägten Gehsteig vergrößert. Dazu müssen die Kanaleingänge verlegt werden. Der äußere Parkstreifen bleibt wie beim Provisorium erhalten. Neun Kurzparkzonen-Plätze fallen in Summe weg. Für die Anrainer ändert sich die Anzahl der Parkplätze nicht. Rund 60.000 Euro werden investiert.

"Wir werden mit einer Billiglösung abgespeist.“

Unter den Anrainern und Wirtschaftsleuten gehen die Meinungen zur gestern präsentierten Lösung auseinander. Für Vertreter der Initiative „Rettete die Koatlackn“ trägt das Projekt dazu bei, die Aufenthaltsqualität und Attraktivität im Stadtteil zu erhöhen. Josef Pittl vom Verein Anpruggen machen die Maßnahmen „unglücklich. Wir werden mit einer Billiglösung abgespeist.“

Uschi Schwarzl verwies einmal mehr auf den Bürgerbeteiligungsprozess, der als Ergebnis unter anderem eben diese Gehwegverbreiterung hervorbrachte.

Das Projekt wird kommende Woche im Stadtsenat behandelt, eine koalitionäre Mehrheit zeichnet sich ab.


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