Arbeiterkammer pocht auf Corona-Tausender und Vermögensabgabe

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert einen Corona-Tausender für die „Helden und Heldinnen der Krise“, die Verlängerung der Kurzarbeit und eine Vermögensabgabe.

Einen 1000-Euro-Bonus für alle, die während der Coronavirus-Krise gearbeitet haben, fordert die Arbeiterkammer Oberösterreich.
© APA/Gindl

Wien, Linz – Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert einen Corona-Tausender für die „Helden und Heldinnen der Krise“, die Verlängerung der Kurzarbeit und eine Vermögensabgabe von Millionären zur Finanzierung der Krisenkosten.

„Viel beklatscht – wenig bezahlt“, so beschrieb der oberösterreichische AK-Präsident Johann Kalliauer die Situation der Beschäftigten, die während der Krise das Land am Laufen gehalten haben. Sie hätten endlich einen Corona-Tausender verdient. Dazu sollte die Regierung sofort Verhandlungen mit den Sozialpartnern aufnehmen. In weiterer Folge müssten die Arbeitsbedingungen und Einkommen in den entsprechenden Branchen dauerhaft verbessert werden. Für Arbeitslose sollte die Nettoersatzrate beim Arbeitslosengeld unverzüglich von 55 auf mindestens 70 Prozent des vorigen Netto-Entgelts angehoben werden.

Reiche und Superreiche vernünftig an den Krisenkosten beteiligen

Zur Kurzarbeit verlangte Kalliauer, es müsse klargestellt werden, unter welchen Bedingungen welche Branchen im Herbst die Kurzarbeit nochmals verlängern können. Dabei sollte es Anreize für Unternehmen und Beschäftigte geben, Kurzarbeitsphasen zur Qualifizierung zu nutzen. Weiters sollte zur Bedingung gemacht werden, dass Unternehmen Mitarbeiter nicht während einer anschließenden Behaltefrist kündigen sowie dass große Unternehmen, wenn sie die Förderung in Anspruch nehmen, keine Gewinne ausschütten.

Um die notwendigen Mittel sicherzustellen, sollten Reiche und Superreiche vernünftig an den Krisenkosten beteiligt werden. Kalliauer stellt sich eine befristete Abgabe für Vermögen ab zehn Millionen Euro vor, die sieben Milliarden Euro pro Jahr bringen sollte. (APA)


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