Neue Coronavirus-Infektionsherde in Asien

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Mehrere asiatische Länder verschärfen angesichts wachsender Coronavirus-Infektionen die Maßnahmen gegen die Pandemie. In Australien wurden zudem am Dienstag Grenzkontrollen verstärkt und der Besuch von Gaststätten eingeschränkt. Damit reagierten die verantwortlichen Stellen auf eine Häufung von Infektionen in den Bundesstaaten Victoria und New South Wales.

In Hongkong wurde die Schließung eines Vergnügungsparks von Disney vorbereitet. In Japan ordneten die Behörden eine stärkere Überwachung des Infektionsgeschehens an. In Tokio wurden rund 800 Zuschauer einer Theateraufführung gesucht, nachdem unter Publikum und Schauspielern insgesamt 20 Ansteckungen festgestellt wurden.

In der für die Ansiedlung von Technologie-Konzernen bekannten indischen Millionenstadt Bangalore begann einer neuer, für eine Woche geplanter Lockdown. Zuvor war nach Lockerungen der Einschränkungen die Zahl der positiven Fälle wieder angestiegen.

Auf den Philippinen wurde der stärkste Anstieg von Neuinfektionen seit Ausbruch der Pandemie registriert. Ein Teil der Hauptstadt Manila wurde unter Lockdown gesetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte, die Pandemie könne sich verschlimmern, falls die Staaten keine strikten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. „Lassen Sie mich ganz offen sein, zu viele Länder marschieren in die falsche Richtung“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

Unterdessen gibt die Coronavirus-Infektion von mehreren Seeleuten nach 35 Tagen auf hoher See den argentinischen Behörden Rätsel auf. Wie das Gesundheitsministerium der Provinz Feuerland am Montag mitteilte, wurden 57 der 61 Besatzungsmitglieder des Fischkutters „Echizen Maru“ positiv auf das Coronavirus getestet - obwohl sie vor ihrem Aufbruch allesamt negativ getestet worden waren.

Das Schiff kehrte nach Behördenangaben in den Hafen zurück, nachdem einige Besatzungsmitglieder anfingen, für eine Coronavirus-Infektion typische Symptome zu entwickeln. Die Direktorin des Gesundheitsamtes von Feuerland, Alejandra Alfaro, sagte, es sei „schwer nachzuvollziehen, wie sich die Besatzung angesteckt hat, wenn man bedenkt, dass sie 35 Tage keinen Kontakt zum Festland hatten“. Ein Team sei nun auf die Rückverfolgung der Infektionsketten angesetzt worden.


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