Weitere Expertin bricht Lanze für Steinbrücke in Schwaz

Schwaz – Peter Schuhs Einschätzung, dass die Steinbrücke in Schwaz nicht von Clemens Holzmeister ist, schlägt in Kunstkreisen weiter hohe Wellen. Schuh, einst Assistent des 1983 verstorbenen Architekten Clemens Holzmeister, hatte in seiner Stellungnahme an die Stadt Schwaz u. a. geschrieben, dass in Holzmeisters Buch „Architekt in der Zeitenwende“ nur ein Bild der Steinbrücke zu finden sei, während wesentlich kleinere Bauten ausführlich beschrieben werden. Schuh weiter: „In der Auflistung der Bauten des ersten Deziniums von 1916–1926 und dem zweiten Dezenium von 1926–1938 ist in seinem (Anm.: Holzmeisters) Buch die Brücke nicht angeführt.“ Christian Preining vom Archiv für Baukunst will das so nicht stehen lassen: „Die Behauptung, das Werk sei in ,Architekt in der Zeitenwende‘ nicht aufgeführt, ist bewiesenermaßen falsch. Zwangsläufig auch die daraus gezogenen Schlussfolgerungen.“

Auch Kunsthistorikerin Monika Knofler, Direktorin des Kupferstichkabinetts der Akademie der bildenden Künste Wien und Vorsitzende von UMAC Österreich, meldet sich zu Wort: „Die Schwazer Brücke wird nicht nur in meiner Dissertation und in dem von mir bearbeiteten Werksverzeichnis in der Selbstbiographie von Clemens Holzmeister von 1978, sondern auch in meiner letzten Bearbeitung dieses Werksverzeichnisses in der Publikation von Wilfried Posch: Clemens Holzmeister. Architekt zwischen Kunst und Politik, Salzburg 2010, S. 386 als Nr. 100 angeführt.“ All das sei im Archiv für Baukunst einsehbar. Peter Schuh war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. (ad)


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