Ärger in Lech um geplantes Benko-Kaufhaus im Gemeindezentrum

Die KaDeWe-Gruppe, die zur Hälfte Benko gehört, plant offenbar im Lecher Gemeindezentrum ein Kaufhaus. Lokale Händler laufen gegen Bürgermeister Sturm.

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Der Tiroler René Benko.
© APA

Lech – René Benko sorgt in Lech am Arlberg erneut für Wirbel. Wie Vorarlberger Medien berichten, plant die KaDeWe-Gruppe, die zur Hälfte Benko gehört, ein Kaufhaus im neuen Gemeindezentrum. In einem offenen Brief an die Gemeinde und den Bürgermeister Ludwig Muxel (ÖVP) steigen die lokalen Handelsbetriebe auf die Barrikaden. Besonders die Vorgehensweise bei der Vergabe der Handelsfläche zugunsten von Benko stößt ihnen auf. So sei am 26. März 2020 eine Handelsfläche mit rund 510 Quadratmetern im Erdgeschoß des geplanten Dorfzentrums ausgeschrieben worden, mit Option auf weitere 2000 Quadratmeter.

Die Betriebe kritisieren die kurze Frist, die mit 30. April datiert, wegen Corona bis 30. Mai 2020 verlängert wurde. Umso überraschter sei man gewesen, dass KaDeWe derart rasch ein Konzept für ein Einkaufszentrum mit 2510 Quadratmetern vorlegte. Die Gemeinde habe erklärt, das Konzept zu befürworten. BM Muxel wolle den Vertragsabschluss noch vor der Gemeinderatswahl im September durchziehen. Händler warnen, dass der Konzern Familienbetriebe gefährde, auch weil die Handelsfläche verdoppelt würde, während Nächtigungen stagnieren.

Schon 2011 sorgte Benko mit dem Kauf eines Gasthofes, wo er später ein Luxuschalet baute, für Ärger in Lech. Benko hatte das Vorkaufsrecht der Gemeinde mit einer halben Mio. Euro abgelöst. Diesbezügliche Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft wurden später auf Weisung der Oberstaatsanwaltschaft Wien eingestellt. (TT)

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