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Grund-Deal platzte: Pläne für Hotel-Tempel in Fieberbrunn stocken

Ein Bulgare legte keine Finanzierungszusage für Großhotel samt Chaletdorf auf Gemeindeareal vor. Der Grund-Deal platzte, die Gemeinde verhandelt neu.

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Auf 38.000 Quadratmetern Fieberbrunner Gemeindegrund sollte der Bulgare Mladenov ein 300-Betten-Hotel und bis zu 12 Chalets bauen.
© Tiris/TT

Von Max Strozzi

Fieberbrunn – Vor zwei Jahren gab die Gemeinde Fieberbrunn den Verkauf ihres rund 38.000 Quadratmeter großen „Tragstätt“-Grundstücks an die in Deutschland angesiedelte Mladenov GmbH des bulgarischen Bauunternehmers Nedko Mladenov für 3,7 Mio. Euro bekannt. Der Bulgare sollte auf dem Gemeindegrund ein Großhotel errichten, konkret ein mindestens 4-Sterne-Superior-Hotel mit 300 Betten sowie 10 bis 12 Chalets mit insgesamt 50 Betten – insgesamt also einer der größten Hotelkomplexe in Tirol. Betrieben sollte es von der Marriott-Kette werden. Die Gemeinde lobte Mladenov in höchsten Tönen als „geeigneten Partner, um ein Hotel im hochwertigen Segment zu errichten“. Grundverkauf, großzügige Zugeständnisse der Gemeinde an Mladenov (z. B. Kostenübernahme für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen) und Projektgröße hatten aber auch viel Kritik geerntet.

Die Finanzierung für das Großhotel stockt aber, das Grundstück gehört immer noch der Gemeinde. Bis Ende Mai 2020 hätte Mladenov der Gemeinde eine Finanzierungsbestätigung über 30 Mio. Euro für das Projekt vorlegen müssen, was bisher aber ausblieb. Die Finanzierungszusage ist eine Bedingung, damit die Gemeinde das Areal verkauft.


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