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Gemeinnützige baut bei Spekulation in Hall mit

In Hall errichtete die gemeinnützige Baugesellschaft Frie-den 47 frei finanzierte Wohnungen. Die Käufer sind zum Teil in der Immobilienbranche tätig, die Spekulation blüht.

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Frei finanziert errichtet von einer gemeinnützigen Baugesellschaft wird mit Wohnungen in Hall spekuliert und ordentlich Geld verdient.
© Keystone

Von Peter Nindler

Hall – Wenn die angemessenen Grundpreise für die Wohnbauförderung zu hoch sind, können gemeinnützige Wohnbaugesellschaften keine geförderten Wohnungen errichten. Dass sie dann in den frei finanzierten Bereich ausweichen, sorgt seit Jahren für Diskussionen. In Hall hat es darüber sogar eine Vereinbarung mit der Stadt gegeben.

Die Vorgeschichte: Ein privater Grundstücksbesitzer wollte 2014/2015 zwei Grundparzellen veräußern, auf einer hatte die gemeinnützige Baugesellschaft Frieden ein Vorkaufsrecht. Sie verzichtete zugunsten von Hall darauf, die Stadt erwarb daraufhin rund 8300 Quadratmeter Freiland um 250.000 Euro. Für Bürgermeisterin Eva Maria Posch sind das „wichtige Vorsorgeflächen für die Stadt“, wie sie heute sagt. Die Frieden kaufte eine Fläche von 5700 Quadratmetern um 3,4 Mio. Euro. Schon damals gab es eine Debatte, ob es überhaupt einen Bedarf für die Wohnungen in Hall gebe. Die Bürgermeisterin ging damals laut Gemeinderatsprotokoll noch davon aus. „Das gegenständliche Projekt freue sie deswegen, weil damit die Möglichkeit besteht, insbesondere für Haller Wohnungswerber geförderten Wohnbau in guter Qualität und bester Lage zu errichten“, sagte sie.


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