Tiroler Soziale Dienste beschäftigten Asylwerber illegal

Nach dem Untersuchungsausschuss zur Flüchtlingsgesellschaft Tiroler Soziale Dienste gehen erneut die Wogen hoch. Es hagelt jetzt nämlich pikante Verwaltungsstrafen.

Die Verwaltungsstrafe wegen illegaler Beschäftigung dürfte erneut eine Diskussion über die politische Verantwortung für die TSD auslösen.
© Rudy De Moor

Von Peter Nindler

Innsbruck – Die Beschäftigung von Asylwerbern als Hilfskräfte für den Sicherheitsdienst in den Flüchtlingsheimen der Tiroler Sozialen Dienste (TSD) ließ schon mehrmals politisch die Wogen hochgehen. Die Opposition kritisierte dies scharf, Flüchtlingsreferentin und Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne) bzw. die TSD betonten stets, dass dies so nicht der Fall gewesen sei. Das stimmt auch.

Zehn Asylwerber waren Ende 2018 / Anfang 2019 dem Sicherheitsdienst zugeteilt, sie erfüllten aber keine klassischen Sicherheitsaufgaben. An den Wochenenden kümmerten sie sich regelmäßig als so genannte Objektwarte darum, dass Fenster und Türen geschlossen sowie die Feuerlöscher an ihrem Platz sind. Und wenn die Hausordnung nicht eingehalten wurde oder es Probleme gab, meldeten sie das der Security. Dafür erhielten die Asylwerber drei Euro pro Stunde. Allerdings wohnte keiner der Betroffenen in dem Heim, in dem er gearbeitet hat.

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