UNO für Grundeinkommen in Entwicklungsländern

Die Vereinten Nationen (UNO) fordern die sofortige Einführung eines zeitlich begrenzten Grundeinkommens in den Entwicklungsländern. Mit der temporären Maßnahme sollen die Folgen der Corona-Pandemie für die rund drei Milliarden Menschen, die unter der Armutsgrenze leben, abgemildert werden, wie das Entwicklungsprogramm der Hilfsorganisation (UNDP) laut Kathpress am Donnerstag mitteilte.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen helfe nicht nur, die Not zu lindern, es wirke auch einer weiteren Ausbreitung des Virus entgegen, wie es hieß in einem Bericht der UNDP. Dadurch könnten arme Menschen, die häufig im informellen Sektor tätig und nicht versichert seien, ihre Arbeit für eine gewisse Zeit aussetzen und so die Gefahr einer Ansteckung verringern.

Laut dem Bericht ist ein auf sechs Monate begrenztes Grundeinkommen für die betroffene Personengruppe durchaus machbar. So entspräche der monatliche finanzielle Aufwand von geschätzt knapp 200 Milliarden US-Dollar nur rund zwölf Prozent der gesamten Geldmittel, die im laufenden Jahr in Maßnahmen gegen das Coronavirus investiert würden.

Ein Möglichkeit zur Kostendeckung für die Staaten sehen die Entwicklungshelfer darin, dafür jene Geldmittel zu nutzen, die sonst zur Schuldentilgung gedacht seien. Dies ließe sich vor allem dann gut durchführen, wenn es zu der von UNO-Generalsekretär Antonio Guterres zuletzt geförderten Aussetzung der Schulden für Entwicklungsländer komme.

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Einige Länder haben den Angaben nach bereits Schritte zur Einführung eines Grundeinkommens unternommen. So habe Togo rund 19,5 Millionen Euro der monatlichen Ausgaben in Hilfsprogramme umgelegt, insbesondere für Frauen, die im informellen Sektor arbeiteten. Spanien gebe daneben etwa 250 Mio. Euro Sonderzuschüsse für Familien mit geringem Einkommen.


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