Betrügerische Plattformen: AK warnt vor Krypto-Abzocke

Immer wieder sitzen Konsumenten betrügerischen Krypto-Plattformen auf. Statt versprochener Gewinne wartet Abzocke.

Symbolfoto.
© iStock Unreleased

Wien – Die Arbeiterkammer (AK) warnt: „Immer wieder sitzen Konsumenten betrügerischen Krypto-Plattformen auf. Sie versprechen Gewinne, tatsächlich werden Konsumenten nur abgezockt.“ Die Kammer rät, auf den Sitz der Krypto-Firmen zu achten. Ist dieser unklar oder in Übersee, ist Vorsicht geboten.

„Schauen Sie auf der Krypto-Website genau nach, ob es eine Aufsicht, also einen Hinweis auf die Zuständigkeit einer Finanzaufsichtsbehörde, gibt. Wo ist der Gerichtsstand und welches Recht gilt? Gibt es Firmenbuchnummern?“, so die AK.

Obacht sei auch angebracht, wenn mit kleinen Einstiegsbeträgen geködert wird, die sofort einen Gewinn erzielen. Das ist ein gängiges Muster von dubiosen Plattformen. „Es gilt, Appetit auf ‚mehr‘ zu machen – also höhere Beträge einzuzahlen“, warnen die Arbeitnehmervertreter.

Die AK verweist auf einen aktuellen Fall. Eine Konsumentin hat sich gemeldet, die ursprünglich 250 Euro veranlagt hatte. Ihr wurde daraufhin mitgeteilt, dass sie einen Gewinn gemacht hat – als sie diesen aber lukrieren wollte, hatte sie plötzlich einen Verlust. „Ihr Kundenbetreuer drängte sie, mehr Geld zu investieren. Unter Druck ihres Betreuers gab sie eine Transaktion frei – von ihrer Kreditkarte wurden 1000 Euro abgebucht. Die Krypto-Plattform meinte, der Betrag würde als Gutschrift auf ihrem Krypto-Konto gutgeschrieben. Frau M. wollte die Rückzahlung – doch Kundenbetreuer kamen und gingen, ihr Geld blieb verschwunden“, beschreibt die AK die Masche der Krypto-Plattform.

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Die AK wandte sich daraufhin an die Behörden auf den Marshall Islands – doch der Brief kam als unzustellbar zurück. Und auch bei der Kreditkartenfirma blieb der Erfolg aus. Es handle sich nicht um betrügerische Abbuchungen von der Kreditkarte der Kundin, denn die Abbuchungen seien von ihr zweifelsfrei autorisiert und freigegeben worden. (APA)


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