Im Pillerseetal fliegen die Hornussen

Beim Abschlag gilt voller Körpereinsatz.
© TVB PillerseeTal/Pichler

St. Jakob i. H. – Das Hornussen ist in Österreich praktisch unbekannt, während es bei den Schweizer Nachbarn ein Nationalsport ist.

Mit einem bis zu drei Meter langen „Stecken“ wird die „Nouss“, eine kleine Scheibe, möglichst weit geschlagen. Im Feld versucht dann die gegnerische Mannschaft, die Nouss mit einer Holzschindel abzufangen, ehe sie den Boden berührt.

Die Kombination aus Präzision sowie Einzelleistung beim Abschlag und dem Mannschaftsgeist beim Abfangen verleiht dem Hornussen seine besondere Faszination. Bis zu 300 km/h erreicht die Nouss und fliegt bis 330 Meter weit, wo sie beim Abfangen immer noch rund 160 km/h schnell ist.

Dass die Sportart auch bei uns ihre Fans hat, beweisen Andreas und Sabine Unterlechner vom Hotel Unterlechner in St. Jakob in Haus. Schon seit vielen Jahren sind sie Sponsoren des zehnfachen Schweizer Meisters Wäseli, dessen jüngster Hornusser fünf Jahre und der älteste Aktive 79 Jahre alt ist.

Das Team war bereits viermal zum einwöchigen Trainingslager im Pillerseetal. Neben den Spielern sind auch viele Ehepartner mit in die Region gekommen und schätzen die Vielfalt beim Wandern, Biken oder Baden, während das Team trainiert. „Vier Stunden täglich ist Training und danach wird die herrliche Landschaft, die Gastfreundschaft und das gute Essen genossen“, sagt Vereinspräsident Urs Schüpbach.

Wer weiß, ob die Begeisterung für diesen Sport nicht auch das Pillerseetal erfasst. „Das wäre natürlich der krönende Abschluss einer Trainingswoche, wenn wir gegen einen heimischen Verein ins „Ries“ ziehen könnten“, so Schüpbach mit einem Augenzwinkern. (TT, mm)


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