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Weiter Kritik an massivem Stellenabbau: Blümel wird zu Swarovski befragt

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Der geplante Stellenabbau von Swarovski in Wattens beschäftigt jetzt auch die Bundespolitik. Es geht u. a. um Kurzarbeitsgelder.
© APA

Innsbruck – Die politische Kritik am bevorstehenden Abbau von 1800 Mitarbeitern beim Kristallkonzern Swarovski in Wattens reißt nicht ab. Während sich Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser (VP) gegen Frontalangriffe auf das Unternehmen wehrt und darauf verweist, dass der Konzern aus eigenem Antrieb 60 Millionen Euro in die Hand nimmt, um einen umfassenden Sozialplan zu schnüren, fuhr die SPÖ gestern schwere Geschütze auf. Und zwar die Bundespartei.

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Sie bringt jetzt eine parlamentarische Anfrage an Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) ein. „Seit März fordern wir, dass Unternehmenshilfen, die aufgrund der Corona-Krise ausgeschüttet wurden und werden, an den Erhalt von Arbeitsplätzen geknüpft sein müssen. Die türkis-grüne Regierung hat immer wieder beteuert, dies auch genauso umzusetzen“, sagt Wirtschaftssprecher der SPÖ Christoph Matznetter gegenüber der TT. Die angekündigten Kündigungen bei Swarovski in Tirol hätten jetzt jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass dem wohl nicht so ist.

„Unternehmen – die noch in den Vorjahren satte Gewinne gemacht haben – kassieren Steuergelder und schmeißen danach die Beschäftigten raus. Die Familie Swarovski gehört zu den reichsten Österreichern und zahlt hierzulande keinen Cent Vermögenssteuern – weil sich Türkis-Grün auch in Zeiten der wirtschaftlichen Krisensituation gegen Vermögenssteuern für Millionäre stemmt“, ist Christoph Matznetter empört. Die SPÖ will nun von Finanzminister Blümel wissen, welche Konsequenzen er wegen Swarovski zieht. Konkret geht es Maznetter darum, ob Swarovsk­i neben den Millionen Euro an Kurzarbeitsgeldern auch andere Hilfen – wie etwa Fixkostenzuschüsse oder günstige Kredite – beantragt bzw. schon bekommen hat. Und ob die Zuschüsse des Finanzministeriums tatsächlich an den Erhalt von Arbeitsplätzen gekoppelt seien. (pn)


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