Schock in Ischgl: Zwei Seilbahn-Mitarbeiter starben bei Absturz in der Schweiz

Zwei Mitarbeiter der Silvrettaseilbahn AG starben am vergangenen Wochenende bei einem Flugzeugabsturz in der Schweiz.

An der Absturzstelle konnte nur mehr der Tod der Männer – darunter zwei Mitarbeiter der Silvrettaseilbahn – festgestellt werden.
© APA/KANTONSPOLIZEI WALLIS

Ischgl – Für viele in Ischgl war die Nachricht ein Schock. Unter den vier Toten bei einem Flugzeugabsturz in der Schweiz am Samstag befanden sich auch zwei Mitarbeiter der Silvrettaseilbahn AG. Die beiden Männer, einer wohnte in Zams, der andere in Ischgl, waren seit vielen Jahren im Unternehmen.

Von einem „schweren Schlag“ und einem „schwarzen Tag für die Familien und das Unternehmen“, spricht der Vorstand des Unternehmens, Günther Zangerl. Die beiden Verunglückten seien sehr angesehene und treue Mitarbeiter gewesen. Nach der Meldung vom Unglück sei lange unklar gewesen, was passiert ist, betont er, „leider hat es sich bestätigt, dass alle vier tot sind“. Er habe Samstagabend vom Absturz erfahren, erklärt Bürgermeister Werner Kurz. „Ich möchte den Angehörigen und Familien im Namen des Gemeinderates und als Bürgermeister mein Mitgefühl ausdrücken.“ Es habe eine große Tragik, wenn zwei in den Ort integrierte Persönlichkeiten verunglücken. Die beiden seien Cousins gewesen und waren voll ins Vereinsleben integriert, zudem saß einer der beiden seit 2016 im Gemeinderat.

Das Kleinflugzeug war am Samstag gegen die Mittagszeit oberhalb von Blatten im Lötschental abgestürzt, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilte. Die Maschine fing Feuer, die Feuerwehr und Rettungskräfte wurden mit einem Helikopter zur Unfallstelle geflogen. Dort konnte man aber nur den Tod der vier Flugzeuginsassen feststellen. An Bord befanden sind auch zwei Schweizer: der Pilot und der Geschäftsführer von „Wyssen Avalanche Control AG“. Das Unternehmen stellt unter anderem Sprengmasten her, die auch in Ischg­l zum Einsatz kommen. „Wir sind langjährige Kunden“, bestätigt der Seilbahn-Vorstand Zangerl. Der Aufenthalt seiner beiden Mitarbeiter in der Schweiz stünde in Zusammenhang mit deren Tätigkeit. (mr)

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