„Wir lassen nicht locker“: Ein Freizeitticket soll Osttirol erschließen

Markus Sint ist Landtagsabgeordneter der Liste Fritz und setzt sich seit acht Jahren für ein Osttiroler Freizeitticket ein.
© Christoph Blassnig

Von Christoph Blassnig

Lienz – Was woanders bestens funktioniere, könne auch in Osttirol zum Erfolgsmodell werden. Markus Sint, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz, glaubt nach wie vor an die Idee eines Freizeittickets für Osttirol.

Eine solche ganzjährig gültige und mit einem Kaufwert von einigen hundert Euro relativ günstige Karte soll den Einheimischen, aber auch Gästen Zugang zu Natur-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ermöglichen. An Leistungen kann sich die Liste Fritz etwa Tirols einzigen Nationalpark Hohe Tauern, alle Museen, sämtliche Bergbahnen, Badeanstalten, Sommerrodelbahnen, Langlaufstrecken sowie das Biathlonzentrum in Obertilliach vorstellen.

Markus Sint sieht mehrfach Vorteile, die ein Freizeitticket nach Nordtiroler Vorbild bringen könnte: Familien würden zu einem verhältnismäßig günstigen Jahrestarif leistbaren Zugang zu Freizeiteinrichtungen erhalten. Die Einrichtungen und Betriebe wiederum würden auf den ersten Blick an den ermäßigten Einzeleintritten zwar weniger verdienen. Durch die Frequenzsteigerung über das ganze Jahr werde jedoch die eigene Bevölkerung zum Umsatzbringer. „Der Kuchen wird größer“, nennt Sint einen bildlichen Vergleich, „die Stücke für die einzelnen Anbieter bleiben gleich groß, es gibt aber deutlich mehr davon.“ Auch das Regionsmanagement hat zum Vorhaben einen positiven Bericht vorgelegt und sieht darin eine Attraktivierung des Bezirkes als Wohnstandort. Vor allem in der Vor- und Nachsaison wären die teilnehmenden Einrichtungen besser ausgelastet.

Bereits vor acht Jahren hat die Liste Fritz im Tiroler Landtag erstmals einen Antrag für ein Freizeitticket in Osttirol gestellt. „Wir lassen nicht locker“, sagt Sint. In Innsbruck gebe es das Freizeitticket schon lange, sehr erfolgreich sei auch die Regiocard im Tiroler Oberland. „Zusammengezählt verkaufen beide Gesellschaften 79.000 Jahreskarten.“

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Der Abgeordnete wünscht sich als Anschubfinanzierung ein politisches Signal des Landeshauptmannes über die Standortagentur. Die Bevölkerung bezahle letztlich über die Steuern auch jene Förderungen, die zahlreiche Einrichtungen stützen würden. „So kommt etwas zurück.“


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