USA und Russland loten in Wien Abrüstungschancen aus

Die USA und Russland sind in eine neue Phase der Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle eingetreten. In Arbeitsgruppen trafen sich Regierungsexperten beider Seiten am Dienstag in Wien, um Chancen einer Abrüstung auszuloten. Nach Angaben des russischen Außenministeriums werden sich die Experten bis Donnerstag mit Militärdoktrinen, Bedrohungspotenzialen, Transparenz und Verifikation befassen.

Das Format wurde im Juni in Verhandlungen des US-Rüstungskontrollbeauftragten Marshall Billingslea mit dem russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow in der Bundeshauptstadt eingerichtet.

Die Gespräche finden weniger als ein Jahr vor Ablauf des New-Start-Abkommens statt, des letzten verbleibenden Vertrages über die Kontrolle von Atomwaffen der beiden Länder, die zusammen rund 90 Prozent der weltweiten Atomwaffen besitzen. Der Vertrag begrenzt die russischen und amerikanischen Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1.550 einsatzbereite Atomsprengköpfe.

Die USA wollen eigentlich einen Rüstungskontrollvertrag zudem auf China ausdehnen. China weigert sich bisher strikt, über sein vergleichsweise kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.


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