Tiroler setzte sich aus Kummer mit Promille ans Steuer: Geldstrafe

Ein Arbeiter war alkoholisiert in den Tunnel gefahren. (Archivfoto)
© Wenzel

➤ Mit mehr als einem Promille Blutalkohol an die Wand des Strenger Tunnels. Grund: Sekundenschlaf. Ein Szenario zum Fürchten. Sind doch solche Unfälle in Tunnels oft mit verheerenden Bränden und Todesopfern verbunden. Am 20. Jänner hatten Lenker und Beifahrer Glück. So kam der Bauarbeiter am Steuer mit dem Schrecken davon, der 16-jährige Lehrling erlitt einen Lendenwirbelbruch.

Zuvor hatte der Geselle aus Kummer über das eigene Kind getrunken: „Es hat mich weinend angerufen, dass es schon wieder so gehänselt wurde. Mich hat das fertiggemacht. Da musste ich was trinken!“, so der wegen fahrlässiger Körperverletzung Angeklagte gestern am Landesgericht. Der Lehrling trat als Zeuge schon wieder voll genesen auf (eine Armschlinge zeugte von einem frischen Baustellenunfall): „Nein, Geld will ich von ihm kein’s, auch klag’ ich ihn nicht.“ Aufgrund hoher Verbindlichkeiten für Haus und Familie blieb der Tagsatz so gering, dass die gesamte Geldstrafe bei 800 Euro blieb.

➤ Mit einem Freispruch endete gestern der Streit um eine Parkbank, nachdem sich divergierende Aussagen nicht dingfest machen ließen. Der Richter zum Angeklagten: „In Österreich muss man sich ja nicht freibeweisen!“ (fell)

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