Aus Angst vor Entzug Heroin geschmuggelt: Vier Jahre Haft für 30-Jährige

Knapp vier Jahre Haft fasst eine schwer abhängige 30-Jährige aus, die harte Drogen in niedlichen Teddys nach Tirol brachte.

Ein Teddybär diente zum Schmuggeln von Heroin und Kokain.
© Fellner

Von Reinhard Fellner

Innsbruck – Der Schmuggel von insgesamt 1,7 Kilogramm Heroin und Kokain ist von der Menge her auch heutzutage gravierend. Von der strafrechtlichen Seite her sowieso: „Strafhöhen bemessen sich im Suchtgiftbereich nach strafbemessenden Grenzmengen. Ab einer 25-fachen Überschreitung einer solchen Grenzmenge drohen bis 15 Jahre Haft. Bei der Angeklagten liegt eine 94-fache Überschreitung vor!“, umriss Staatsanwalt Hansjörg Mayr gestern am Landesgericht das Ausmaß der Drogengeschäfte einer 30-Jährigen.

Über knapp ein Jahr hatte die Innsbruckerin mit ihrem Freund als Helfershelfer harte Drogen von Deutschland nach Tirol gebracht – und zwar unauffällig in niedlichen Teddybären. Wer sollte da Böses denken? Dies dachte man sich auch im Gerichtssaal. So sah die einstige HAK-Maturantin mit ihrem geflochtenen Zopf und Strickjäckchen so gar nicht nach „Junkie“ aus.

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