Entscheidender Schritt beschlossen: Dorflift in Itter wird neu gebaut

Die Bergbahn Itter stellt die Weichen für die Zukunft. Mit Hilfe von Gemeinde, TVB und Land wird der Mittererwieslift erneuert.

Schon seit Jahren wollen die Itterer einen ortsnahen Schlepplift modernisieren und wieder aufleben lassen.
© KAM/Dabernig

Von Harald Angerer

Itter – Ein Lift in der Nähe des Ortszentrums, ein Wunsch, den viele Gemeinden hegen. In Itter gibt es mit dem Mittererwieslift einen, aber der ist in die Jahre gekommen und schon seit über zehn Jahren wird an einer Zukunft für den Schlepplift gearbeitet. Am Mittwochabend hat nun die Bergbahn Itter einen entscheidenden Schritt dazu gemacht. Es wurden zwei neue Geschäftsführer gewählt und der Neubau beschlossen.

Einer der beiden Geschäftsführer ist auch gleichzeitig der Prokurist der Bergbahnen Hohe Salve Hopfgarten-Itter-Kelchsau, Friedl Eberl. „Die Bergbahn Itter ist eigenständig und wird dies auch bleiben“, betont Eberl. Ihm zur Seite steht der Itterer Andreas Rogl als zweiter Geschäftsführer. Die Eigenständigkeit der Seilbahngesellschaft ist deshalb wichtig, da man für die Pläne auf die Kleinstskigebietsförderung des Landes Tirol hofft. „Eine mündliche Zusage gibt es hier bereits. Nun wurde beschlossen, dass die beiden Geschäftsführer rasch die Gespräche mit dem Land aufnehmen sollen, um die Förderung zu fixieren“, schildert Eberl.

Dazu ist es wichtig, dass die Bergbahn Itter eigenständig bleibt. „Es darf auch keine Verbindung in das Skigebiet der Skiwelt geben“, schildert Eberl. Überschneidungen wird es aber trotzdem geben. Denn es ist für den neuen Lift auch eine Beschneiungsanlage vorgesehen. Gespeist wird sie mit dem Wasser aus dem gerade in Bau befindlichen Speichersee der Bergbahnen Hohe Salve Hopfgarten-Itter-Kelchsau auf der Kleinen Salve. Das Unternehmen wird auch der Betreiber der Anlage sein. „Dazu wird es einen Betreibervertrag geben“, kündigt Eberl an.

Mit dem Bau der Beschneiungsanlage soll bereits im nächsten Jahr begonnen werden, der Lift soll dann ein Jahr später folgen. Auch wird eine Nutzung des Lifts für den Sommer überlegt, ähnlich wie das schon in Oberndorf gemacht wird. „Das ist aber von den Grundbesitzern abhängig, hier wird es aber auch erst Gespräche geben“, sagt Eberl. Die Kosten für das Projekt liegen bei 2,3 Millionen Euro, eine Million davon soll vom Land kommen, TVB und Gemeinde Itter steuern jeweils 600.000 Euro bei.


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