Swarovski: Gewerkschaft befürchtet Ende der Kristallproduktion in Wattens

Gewerkschaftsbund (ÖGB) kämpft noch um den Erhalt der Arbeitsplätze in Wattens und fordert 150 Millionen Euro für sozial verträgliche Lösung.

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Wolfgang Meister • 31.07.2020 14:24
Das Mantra der Kapitalisten ist das ewige Wachstum, ist der Markt mal erschlossen/ausgeschöpft/stagniert oder man kann mit "Internationalen Konkurrenz" kostenmäßig nicht mehr mithalten, müssen neue Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Sprich erschließungen neuer Wachstumsmärkte und Schließungen und Umlagerungen in "billigere" Nationen um am weltweiten globalisierten Markt "Wettbewerbsfähig" zu bleiben. Ein weltweiter Teufelskreis der einfach kein Ende nehmen mag und das findet nun bei Swarovski statt. Ob da Menschen/Natur/Tiere oder letztendlich die Menscheit selbst unter die Räder kommt, spielt im "entfesselten Kapitalismus" des 21gen Jahrhundert keine Rolle mehr.
Rohrmoser Heinz • 31.07.2020 12:19
Es ist wahrlich ein Trauerspiel und zugleich der Gipfel an eiskalter Personalpolitik, was Herr Buchbauer mit den geplanten Kündigungen von 1.800 Mitarbeiter/innen am Swarovski Standort Wattens präsentiert ! Seit Jahren war immer das gleiche Argument zu hören: Die Konkurrenz zwingt uns dazu Kündigungen durchzuführen. Dies hätte sodann unter anderem zur Folge haben müssen schon seit langem notwendige Investitionen durchzuführen! Aber man versuchte es weiterhin „traditionell“ weiterzumachen - die Hauptsache: die Gewinne maximieren sich ! Eingespart wird ausnahmslos beim Personal ! Die neue Führung - ohne Tirol-Bezug - zieht nunmehr für den Standort Wattens den großen Strich unter die Rechnung und „vertschüsst sich“ in die Schweiz, wohin in näherer Zukunft noch einiges an wichtigem Personal folgen wird. Die erkleckliche Summe an Kurzarbeitsgeld, die zu einem großen Teil - insofern, als man schon vor Corona wusste, dass diese Anzahl zur Kündigung vorgesehen und daher die Beantragung von Kurzarbeit zumindest moralisch nicht gerechtfertigt war - sollte daher zum Teil wieder zurückgezahlt werden. Die von Buchbauer großzügig angekündigten 60 Millionen werden wohl größtenteils für rechtlich zustehende Abfertigungen und Ähnliches verwendet werden müssen ! Der in Wattens gewachsene und zum Tiroler Leit- und Vorzeigeindustriekonzern sich entwickelte Familienbetrieb Swarovski ist aber auch jener Betrieb, der in der Vergangenheit immer wieder - sehr oft mit der Begründung „Arbeitsplatzsicherung“ -insgesamt auch der Empfänger der meisten öffentlichen finanziellen Fördermittel im Bereich Arbeitsmarkt war !
Simon Stöckl • 31.07.2020 05:18
jaja, die derzeitige Geschäftsführung interessieren die Tiroler Arbeiter, auf deren Rücken sie immerhin groß geworden sind, genau einen nuller.

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