Mit Mund- und Sonnenschutz: Reisen in Corona-Zeiten

Ungewöhnliche Ruhe herrscht am Innsbrucker Flughafen. Die wenigen Reisenden sind entspannt. Rückkehrer berichten von halbleeren Stränden.

Reisen mit Maske: Tiroler Urlauber bei ihrer Rückkehr aus Kreta.
© Michael Kristen

Von Denise Daum

Innsbruck –Bordkarte, Pass, Mundschutz, QR-Code am Smartphon­e – alles beisammen, bereit für den Check-in. Für Thomas Triendl und Ull­i Brecher mit den beiden Kindern Madeleine und Matteo heißt es ab in den Süden. „Wir fliegen mit einem guten Gefühl. Kret­a ist ja ein sicheres Reiseziel“, sagt die Familie aus Steinach am Brenner, die am Freitagmittag Innsbruck in Richtung Heraklion verlässt. Die aufgrund der Corona-Kris­e für die Einreise nach Griechenland erforderliche Online-Registrierung sei unkompliziert gewesen.

Nach dem Ausfüllen des Registrierungsformulars bekommt man einen QR-Code zugeschickt, der sowohl beim Check-in als auch bei der Einreise vorgezeigt werden muss. Alles keine Hexerei und völlig problemlos, versichern Ulli Brecher und Thomas Triendl. Die beiden wirken tiefenentspannt, vielleicht auch, weil der Flughafen eine ungewohnte Ruhe ausstrahlt.

„Es war einfach ein super entspannter Urlaub"

Rund 80 Prozent weniger Flugaufkommen verzeichnet Innsbruck im August, sagt Patrick Dierich, stellvertretender Flughafendirektor. Mit gestern Samstag wurde aufgrund der geringen Nachfrage zudem die Verbindung Palma – Innsbruck wieder eingestellt. „Mallorca war im Juli noch gut gebucht, die erste Maschine nach Palma war voll“, sagt Dierich.

Das hat sich im August geändert. Tiroler, die gestern noch von Innsbruck aus nach Mallorca abgehoben sind, müssen die Rückreise über den Flughafen Salzburg antreten. Dass das Flugaufkommen während des Sommerflugplans (der gilt bis Ende Oktober) noch großartig zunimmt, glaubt Dierich nicht.

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Ulli Brecher und Thomas Triendl mit Madeleine und Matteo haben Innsbruck am Freitag voller Vorfreude in Richtung Heraklion verlassen.
© Michael Kristen

Für all jene, die ihren Urlaub derzeit antreten, ist das geringe Reiseaufkommen freilich angenehm. So berichtet Familie Brunner aus Maurach bei ihrer Rückkehr aus Kreta von halbleeren Stränden und Platz ohne Ende im Hotel. „Es war einfach ein super entspannter Urlaub. Wir haben schon vor Langem gebucht und im Vorfeld immer wieder überlegt, ob wir stornieren sollen. Gott sei Dank haben wir das nicht getan“, sagt Florian Brunner. Auf der Insel sei es insgesamt sehr ruhig gewesen, die Auslastung im Hotel bei 30 Prozent gelegen. „Die Griechen waren trotzdem extrem freundlich und gut drauf“, sagt Brunner.

Vesna, Lorena und Florian Brunner sind mit schönen Erinnerungen im Gepäck von dort zurückgekommen.
© Michael Kristen

Die Gastfreundlichkeit und gute Laune der Grieche­n loben auch Ardian und Vildane Salihi, die mit ihren beiden kleinen Kindern ebenfalls mit der Freitag-Maschine aus Kreta zurückgekommen sind. Die Schweizer haben last minute gebucht – die Anreise zum Flughafen Innsbruck haben sie dafür gern in Kauf genommen.

Bei der Einreise in Heraklion wurden die beiden zum Corona-Test gebeten, den die Griechen stichprobenartig bei Touristen durchführen. „Das war in ein paar Minuten erledigt. Wir wurden dann gebeten, uns für 24 Stunden im Hotel in Selbst­isolation zu begeben“, erzählt Vildane Salihi. Am nächsten Tag haben sie das – negative – Testergebnis erhalten. Gestört hat sie der Vorgang nicht. „Wir hatten eine schöne Zeit“, sagen die Salihis.


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