Covid-Schutzausrüstung: Tiroler Firmen starten durch

Die Tiroler Firma KS Kneissl & Senn Technologie aus Erl startet bei der Produktion von Corona-­Schutzausrüstung für medizinisches Personal durch.

Medizinisches Personal braucht für Covid-19-Fälle besondere Schutzausrüstung.
© Imago

Von Brigitte Warenski

Erl – Die Tiroler Firma KS Kneissl & Senn Technologie aus Erl startet bei der Produktion von Corona-­Schutzausrüstung für medizinisches Personal durch.

Das Unternehmen, das sich im Normalbetrieb auf den Bereich Hochtemperaturtechnik spezialisiert hat, will das medizinische Personal in Österreich von China unabhängiger machen. „Es gab bereits Lieferungen von Schutzkitteln für medizinisches Personal an das Rote Kreuz und die Landeskliniken in Oberösterreich und Tirol“, heißt es aus der Firma gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Als Nächstes steht der österreichweit erste Startschuss für die Produktion von so genannten Corona-Virus-Pandemie-CPA-Atemschutzmasken an. Im April wurde – wie berichtet – in Zusammenarbeit mit der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt der Universität Innsbruck der erste Prototyp mittels Hot Forming eines Filtervlieses hergestellt.

Durchlaufen ist der vom Wirtschaftsministerium per Erlass geregelte Zertifizierungsprozess, in dem unter anderem Durchlass des Filtermediums und Atemwiderstand geprüft werden. Die Zertifizierung liegt nun vor, Rohmaterial ist genug auf Lager, Produktions-Testläufe wurden bereits erfolgreich durchgeführt. „Nun kann es losgehen“, freut man sich bei KS Kneissl & Senn Technologie auf die ersten Atemschutzmaskenaufträge.

"Regionale Lieferketten sicherstellen"

Kommende Woche hat sich auch Tirols Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf zu einem Besuch in Erl angekündigt. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, „wie wichtig es ist, regionale Lieferketten sicherzustellen und in Schlüsselbereichen eine krisensichere Produktion und Versorgung zu gewährleisten. Umso mehr freut es mich, dass es einigen Unternehmen gelungen ist, die Gesundheitskrise zu ihrem Vorteil zu nutzen und neue und innovative Geschäftsmodelle zu etablieren“, so Zoller-Frisch­auf.

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Auf Initiative des steirischen Humantechnologieclusters „Human.technology Styria GmbH“ wurde im Mai die Homepage www.schutz-vor-corona.at erstellt. „Sie listet inzwischen 221 Firmen auf, davon 34 Tiroler Unternehmen. Diese unterteilen sich in 21 produzierende Betriebe und 13 Lieferanten“, so Webplattform-Initiator Michael Pichler.

„Die Tiroler Unternehmen zeichneten sich bereits zu Beginn der Krise durch hohe Innovationskraft aus. Sie werden auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur Resilienz des Wirtschafts- und Gesundheitsstandorts Österreich beitragen“, sagt Pichler.


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