Babyelefant auf und neben dem Rasen beim Saisonstart der Regionalliga Tirol

Favorisierte Schwazer feierten mit einem 2:1 bei den WSG Amateuren einen erfolgreichen Saisonstart.

Denis Tomic (r.) ließ Schwaz-Routinier Johannes Kinzner nur vermeintlich über die Klinge springen.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Thomas Mair

Wattens – Mehrmals gab am Sonntag der Wattener Platzsprecher bei der Regionalliga-Tirol-Matinee zwischen den WSG Tirol Amateuren und Schwaz den „Babyelefanten-Hinweis“ zum Besten und erinnerte die zahlreichen (420) Zuschauer daran, die „Abstände im Sinne des Sports einzuhalten“. Beim entscheidenden Schwazer Siegtreffer zum 2:1-Auswärtserfolg setzte die Wattener Defensive diesen Aufruf zum eigenen Leidwesen am Platz um und ließ Joker Andreas Probst (84.) mutterseelenallein auf der linken Seite einnetzen.

Schwaz-Coach Gogo Saringer sprach von einem „verdienten Sieg“ für seine Elf: „Bis zum 1:1-Ausgleich haben wir sie klar beherrscht und auch die zweite Halbzeit war ein Spiel auf schiefer Ebene.“

Von der Wattener Stärke – die Geschwindigkeit in Konter­situationen – war der langjährige Unterhaustrainer trotz Beobachtungen nicht nur überrascht, sondern begeistert: „Das sind gute, jung­e Buben, die Fußball spielen können.“ Dabei hätten es die Gäste einfacher haben können, wenn der Ex-Wattener Stephan Kuen vom Elfmeterpunkt (9.) nicht an Simon Beccari gescheitert wäre. Es wäre das frühe 2:0 gewesen, nachdem Maximilian Wurm (2.) mit einem Traumtor genau ins Kreuzeck die Schwazer in Front brachte.

So fanden die WSG-Fohlen ins Spiel und Abwehrspieler David Jaunegg – der jüngste Mann am Rasen – sorgte per Kopf für den 1:1-Ausgleich (31.). Ein weiterer Treffer des 17-Jährigen wurde wegen einer Abseitsstellung kurz vor dem Pausenpfiff aberkannt. „Wahnsinn, was er heute geleistet hat“, strich ihm Coach Martin Rinker lobend übers Haupt: „Wenn er nicht selbst angezeigt hätte, dass er platt ist, hätte er durchgespielt.“ Der Wattener Eigenbauspieler reifte in der Akademie und bekommt nun bei den Amateuren seine Plattform im „Männerfußball“.

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Trotz der Niederlage war Rinker „stolz, was in der ersten Runde passiert ist“, und freute sich, dass seine junge Elf den Schwazern die „geplanten Probleme“ bereiten konnte: „Schade, dass am End­e die Energie nachließ.“


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