Ortschef von Tulfes schmeißt die NEOS raus

Die Kritik an öffentlichen Förderungen für die Modernisierung der Glungezerbahn bezahlen die NEOS jetzt mit einem Rausschmiss.
© Domanig

➡️ Der Bürgermeister von Tulfes Martin Wegscheider hat jetzt den Tiroler NEOS den Sessel vor die Türe gestellt. Eigentlich wollten die Pinken in der Mittelgebirgsgemeinde von Innsbruck im November ihren Parteitag abhalten und hatten den Gemeindesaal schon gebucht. Doch nach der Kritik von Landessprecher Dominik Oberhofer an den öffentlichen Förderungen für den Ausbau des Skigebiets Glungezer ist der Tulfer Gemeindesaal jetzt tabu für die NEOS. „Bürgermeister Wegscheider will keine NEOS in seiner Gemeinde haben und stornierte schriftlich die bereits vor Wochen zugesagten Räumlichkeiten“, ist Oberhofer empört. Wegscheider sei nicht nur gerne Liftkaiser auf Kosten der Öffentlichkeit, er sehe wohl auch den Gemeindesaal als sein Eigentum an, über das er frei verfügen könne. Oberhofer: „Kritik und Opposition sind offensichtlich in Tulfes nicht erwünscht.“

➡️ Nur wundern kann sich ÖVP-Klubchef Jakob Wolf über die Jäger im Außerfern. „Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass ein von einem Berufsjäger geführtes Revier die vorgeschriebenen Abschüsse nicht zusammenbringt. Ich selbst habe ein kleines Revier im Ötztal. Auch ohne Berufsjäger haben wir dort 25 Stück erlegen können.“ Entweder fehle in diesem Außerferner Gebiet einfach der Wille, die vorgeschriebenen Abschüsse zu erfüllen, oder aber man verkenne dort den Ernst der Lage. „Denn Tbc ist gefährlich – nicht nur für Tiere, sondern letztlich auch für Menschen. Ich befürworte deshalb, dass die Behörden in solchen Fällen hart und konsequent durchgreifen“, betont Wolf.

➡️ Die FPÖ fordert eine nachhaltige Stärkung des Pharmastandorts Tirol. LA Patrick Haslwanter nimmt die Forderung des Innsbrucker Klinikarzts Martin Tiefenthaler nach nachhaltig produzierten Arzneimitteln auf und verlangt auch finanzielle Unterstützungen für die Arzneimittel-Forschung in Tirol. „Die Verletzlichkeit Europas durch die jahrzehntelange Auslagerung der Pharmaproduktion in Billiglohnländer muss endlich ein Ende haben.“ (pn)

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