Gold-Serie für Reitshammer „Die WM nehme ich gleich mit“

Reitshammer jagt nach zweimal ÖM-Gold am Montag Olympia – Meistertitel für Nothdurfter.

Der Absamer Bernhard Reitshammer schwamm am Sonntag zu Gold über 50 m Brust und will am Montag über 100 m Rücken groß aufzeigen.
© gepa

Von Roman Stelzl

Graz – Kein Tag ohne Goldmedaille bei den Österreichischen Schwimm-Meisterschaften für Tirols Vorzeige-Schwimmer Bernhard Reitshammer: Einen Tag nach dem Sieg über 200 Meter Rücken legte der 26-jährige Absamer am Sonntag in der Grazer Auster über 50 m Brust nach. „Mit der Zeit und dem Lauf bin ich gar nicht zufrieden. Es war zu viel Hudelei dabei“, meinte der für den ASV Linz startende Athlet, der in 27,70 Sekunden um fast vier Zehntel über dem WM-Limit für 2022 blieb.

Doch das ist alles Schnee von gestern, denn wenn Reitshammer am Montag ins steirische 50-Meter-Becken springt, soll nicht nur die Gold-Serie weitergehen, sondern auch das ersehnte Limit für die Olympischen Spiele 2021 in Tokio (JPN) her. Auf seiner Paradestrecke über 100 m Rücken fehlten nur 0,05 Sekunden. Die Zuversicht ist groß, obwohl viel an Wettkampfpraxis fehlt.

„Der Rücken fühlt sich gut an, ich bin bereit“, sagte Reitshammer, der sich aufgrund der Olympia-Verschiebung aber keinen Stress macht: „Ich habe ja noch Zeit, um das Quali-­Limit zu schwimmen. Da mache ich mir keinen Druck.“ Sein­e Bestzeit liegt bei 53,90 – das WM-Limit (54,03) soll bestätigt und das Olympia-Ticket (53,85) geholt werden. „Am einfachsten ist es, wenn ich das Olympia-Limit schwimm­e. Die WM nehme ich dann gleich mit, dann hat sich das Thema erledigt“, scherzte der 1,89 Meter groß­e Modell­athlet

Neben Reitshammer durft­e sich am Sonntag eine zweite Tirolerin über Gold freuen. Die für den USC Graz startende Osttirolerin Christina schwamm ebenfalls über 50 m Brust in 32,03 Sekunden zum Meistertitel. Das WM-Limit (31,22) lag aber in einiger Ferne. Ebenfalls Gold gab es für die in Tirol aufgewachsene Oberösterreicher Lena Kreundl, die über 200 m Lagen triumphierte. Am Ende reichte es trotz persönlicher Jahresbestzeit weder für Olympia noch für die WM.

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Starke Auftritte mit Medaillen gab es auch für den Tiroler Schwimmverband. Robin Grünberger (TWV) schnappt­e sich über 100 Meter Freistil die Bronze-Medaille – im Bewerb der Damen gewann Lena Opatril (SC Innsbruck) am Sonntag als Dritte ihr zweites Edelmetall in Graz.


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