B 100 in Lienz muss wegen Bauarbeiten vorübergehend verlegt werden

Der Bau des Mobilitätszentrums in Lienz macht ein Verkehrskonzept notwendig. Für die weiteren Arbeiten muss die B100 für die nächsten Monate über den bisherigen Bahnhofsvorplatz umgeleitet werden.

Auf dem Bahnhofsvorplatz in Lienz wurde bereits eine Ausweichstrecke asphaltiert, die ab morgen für den Verkehr freigegeben wird. Die Ampelregelung fällt weg, in die Stadt führt dann nur noch eine Einbahn.
© ÖBB/Brunner

Von Christoph Blassnig

Lienz – Die sommerliche Verkehrssituation auf der B100 in Lienz ist grundsätzlich geprägt von stockendem Verkehr. Die Bundesstraße war einst als Umfahrung angelegt. Inzwischen trennt diese von West nach Ost verlaufende Hauptverkehrsader die Stadt in zwei Teile. Zumindest für Fußgänger und Radfahrer soll das neue Mobilitätszentrum, das die ÖBB gemeinsam mit der Stadt und dem Land seit einem Jahr bauen, dank einer großzügigen Unterführung unter dem Bahnhof und der B100 den Süden zukünftig komfortabel an das Stadtzentrum anbinden. Bis es so weit ist, wird allerdings noch ein Jahr vergehen.

Für die weiteren Arbeiten an der Unterführung muss ab morgen die B100 für die nächsten Monate über den bisherigen Bahnhofsvorplatz umgeleitet werden. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik, Stadtmarketing-Chef Oskar Januschke, Baubezirksamts-Leiter Harald Haider und Stadtbaumeister Klaus Seirer haben gestern gemeinsam mit dem ÖBB-Bauverantwortlichen Torsten Wastian ein entsprechendes Verkehrskonzept präsentiert. Die Ampelanlagen an der Bahnhofskreuzung fallen weg. Es darf an dieser Stelle von der B100 nur noch in Richtung Bozener Platz eingefahren werden, die Straße wird also zur Einbahn. Schwerverkehr und Reisebusse, die zu den Innenstadtbetrieben zufahren müssen, werden auf ihrem Rückweg ausschließlich über den Rechten Iselweg geleitet. Denn die Spitalsbrücke ist aufgrund ihrer Tonnage-Beschränkung nicht für Schwerfahrzeuge geeignet.

„Die Situation wird nicht einfach, aber wir setzen auf das Verständnis der Bevölkerung“, sagt Blanik. Der Leiter des Baubezirksamtes, Haider, glaubt nicht an eine wesentliche Verschlechterung der Verkehrssituation. „Der Wegfall der Ampeln erlaubt einen gewissen Verkehrsfluss“, meint der Straßenbauverantwortliche, der allerdings einräumt, dass die beiden Zebrastreifen auf Höhe des Europaplatzes und beim Fast-Food-Restaurant Auswirkungen haben werden. Auch die Ausfahrt vom Rechten Iselweg in die Thurner Landesstraße beim Klösterle wird wohl zu einer Schlüsselstelle. „Wenn die Situation es erfordert, werden wir in den nötigen Bereichen Posten einsetzen, die den Verkehr manuell regeln“, gaben die Verantwortlichen Auskunft. „Wir bitten, uns unverzüglich mitzuteilen, wo wir Verbesserungen vornehmen können“, ersucht die Stadtchefin um Mithilfe.

Sobald in einem Jahr die Unterführung fertiggestellt sein wird, will die Stadt gleich anschließend mit der ersten Phase der Hauptplatz-Neugestaltung beginnen.


Kommentieren


Schlagworte