„Zweiter Frühling“ für 600 Schultaschen in Tirol

LHStv. Ingrid Felipe und Landesrätin Gabriele Fischer freuen sich, dass heuer 600 Schultaschen aus dem Müll gerettet wurden.
© Land Tirol/ Sidon

Imst – Die alte Schultasche hat ausgedient und landet im Müll. Dabei wäre sie eigentlich noch schön und gut zu gebrauchen. Mit dem ReUse-Projekt wird dieser Kreislauf von Wegwerfen und Neukaufen durchbrochen. „Seit Start des Projekts im Jahr 2008 wurden in Tirol mehr als 14.100 Stück Schultaschen und -rucksäcke aus dem Abfallstrom geschleust“, resümiert Michael Kneisl, Obmann des Umweltvereins Tirol. Seit damals werden die Taschen mit Unterstützung des Jugendrotkreuzes Tirol in allen Pflichtschulen gesammelt. Gleichzeitig haben auch die Mitarbeiter der Tiroler Recyclinghöfe während des gesamten Jahres ein Auge auf den Restmüll.

Heuer bekommen insgesamt 600 Taschen und Rucksäcke eine „zweite Chance“. In der Asylwerberunterkunft Reichenau werden die Ranzen im Rahmen von gemeinnützigen Tätigkeiten von Flüchtlingen auf Schäden untersucht, gesäubert und neu bestückt. In Kooperation mit der Tiroler Soziale Dienste GmbH, der Caritas und der Diakonie werden sie dann rechtzeitig vor Schulbeginn im September an bedürftige Familien in Tirol übergeben. Es sei eine Win-win-Situation, erklärt Soziallandesrätin Gabriele Fischer – für die Umwelt und für Familien, die sich neue Schulsachen oft schwer leisten können. (TT)


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