Tränen wegen Freudenhaus sind bei Schwazerin längst getrocknet

Lisa Lechner-Riedmann war zwölf Jahre alt, als ihr Vater in Schwaz das La Rose eröffnete. Sie litt darunter sehr. Jetzt führt sie es mit ihrem Mann selbst.

Lisa Lechner-Riedmann und ihr Mann Ferdinand.
© Dähling

Von Angela Dähling

Schwaz – Da ist der Mann, von dem seine Frau meint, er treff­e sich gerade wie jede Woch­e zum Schachspielen mit Kollegen. Und der Herr, der ein Faible dafür hat, in Hotpants und High Heels auf die Dame seiner Wahl zuzuschreiten. Und der fesche junge Bursche, der gewisse Bedürfnisse, aber derzeit jobbedingt keine Zeit für eine Freundin hat. Männer wie sie sind Stammgäste in dem Betrieb von Lisa Lechner-Riedmann und ihrem Mann Ferdinand Lechner. Die beiden sind im ältesten Gewerbe der Welt tätig – sie betreiben seit einigen Jahren das Schwazer Bordell La Rose.

Dass es einmal dazu kommen würde, war für Lisa einst unvorstellbar, denn die zurückhaltende, hübsche Mutter eines vierjährigen Sohnes erinnert sich noch genau an jenen Tag vor 20 Jahren. Es war der 1. April 2000. Lisa war gerade zwölf, als ihr Vater Hans Riedmann, den alle nur Giovanni nennen, das Bordell in Schwaz eröffnete. „Als ich am 22. Dezember 1999 die Konzession dafür erhielt, war das wie Weihnachten für mich. Sehr zum Leidwesen meiner Frau Karin, denn ihr Traum war, eine Almhütte zu betreiben“, erzählt der langjährige DJ und Disco-­Betreiber Giovann­i.

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