„Austria Summer Series“: Das Positive überwog bei Weitem

Christine Schranz siegte zum Abschluss in Imst.
© Moritz Liebhaber

Imst – Ende gut, alles gut? Nur bedingt, zumindest, wenn es nach Jessica Pilz geht. Die Vorstieg-Weltmeisterin von 2018 entschied die Gesamtwertung der „Austria Summer Series“ erwartungsgemäß für sich, war aber nach dem Vorstiegs-Finalevent am Donnerstag in Imst nur bedingt zufrieden. Schließlich musste sich die 23-Jährige in ihrer Paradedisziplin der Tirolerin Christine Schranz (ÖAV Landeck) beugen. „Ich bin einfach nicht in Top-Form“, nickte die Niederösterreicherin und streute ihrer Kontrahentin Rosen: „Christine war heute einfach besser.“ Die Tagessiegerin strahlte derweil übers ganze Gesicht und tankte „viel Selbstvertrauen“ für den Weltcupaufakt in Brianço­n (FRA/20.–22. Augus­t).

Bei den Herren führte einmal mehr kein Weg vorbei an Jakob Schubert. Drei Tage nach seinem Erfolg an selber Stätte kletterte der dreifache Weltmeister in einer eigenen Liga und verwies Christoph Hanke (GER) und Lokal­matador Mathias Posch auf die Ehrenplätze.

Emotional wurde es für Katharina Posch. Die Jugend-Weltmeisterin von 2009 verpasste in ihrem letzten Wettkampf als Neunte hauchdünn das Finale und wurde im Anschluss im Kreise der Kollegen gefeiert. „Die Entscheidung ist seit Längerem gereift“, sagte die 26-Jährige, die sich nun verstärkt ihrem Jus-Studium widmen wird.

Nationaltrainer Kilian Fischhuber bilanzierte rundum positiv: „Es wurde live übertragen. Action, Drama, Erfolg – alles, was der Sport zu bieten hat. Und für all­e waren die Bewerbe unglaublich wertvoll, weil Wettkampf immer auch Lernen bedeutet.“ (m. i.)


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