Wenn Innsbrucks Prachtstraße zu einem langen Laufsteg wird

Die Maria-Theresien-Straße wird im September zum Laufsteg.
© Julia Hammerle

Innsbruck – Das Jahr 2020 ist für heimische Betriebe eine gewaltige Herausforderung. Mit der Veranstaltung „Fashion Show Innsbruck – der längste Laufsteg Österreichs“ am Freitag, den 4. September, möchte der Innenstadtverein Innsbrucker Unternehmern im Stadtzentrum die Möglichkeit bieten, sich mitten in der Maria-Theresien-Straße zu präsentieren. Dies sei eine optimale Möglichkeit, für Abwechslung zu sorgen, meint Obmann Thomas Hudovernik – zumal seit vielen Jahren keine Veranstaltung dieser Art in Innsbruck stattgefunden habe. Zudem könne man für das ganztägige Modeevent die Anlage der „Golden Roof Challenge“ nützen – das Leichtathletikereignis geht am 5. September in Szene.

Doch wie so vieles ander­e wird in Innsbruck auch die Modeshow zum Politikum: GR Mariella Lutz (ÖVP), Obfrau des Wirtschaftsausschusses im Gemeinderat, zeigt sich „fassungslos“, dass die Grünen – wie schon beim Autokino – gegen eine Subvention gestimmt hätten. Alle anderen Fraktionen im Ausschuss hätten die 25.000-Euro-­Unterstützung hingegen mitgetragen. Lutz ortet eine „wirtschaftsfeindliche“ Haltung der Grünen.

Eine Modenschau bei hochsommerlichen Temperaturen an einem der meistfrequentierten Orte Innsbrucks „ist nicht unsere Vorstellung einer zukunftsweisenden und familienfreundlichen Attraktivierung der Innenstadt“, kontert Ausschussmitglied GR Janine Bex (Grüne). Vielmehr brauche es Aktionen, die einen langfristigen Nutzen bringen – z. B. den Aufbau eines stadtweiten CO2-neutralen Lieferservices für den Einzelhandel. (TT, md)

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