Weichen für Post in Vomp sind gestellt

Das positive Ergebnis der strategischen Umweltprüfung fürs Logistikzentrum der Post sorgt in Vomp für negative Stimmung.

So sahen die Pläne fürs Verteilzentrum der Post im Februar aus. Daran dürfte sich nach Auflagen der Gemeinde manches geändert haben.
© Post

Von Eva-Maria Fankhauser

Vomp – Positiv. Dieses Wort ist in den letzten Tagen in Vomp sehr oft gefallen. Doch einige finden es eigentlich sehr negativ. Wie BM Karl-Josef Schubert bestätigt, ist das SUP-Verfahren für das geplante Logistikzentrum der Post am Derfeser-Areal in Vomp fertig, und „ich habe die Zusage, dass es positiv ist“.

Heute Abend findet eine Gemeinderatssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Dabei werden die Vomper Mandatare, die Post, Firma Derfeser und der Terfener Bürgermeister – da auch seine Gemeindebürger teils betroffen sind – über das Projekt und die Gutachten informiert. Dass die Bürger ausgeschlossen werden, sorgte in den letzten Tagen für Unmut. Einige Vomper wandten sich auch an Fritz Gurgiser vom Transitforum Tirol. Doch BM Schubert verspricht Transparenz: „Es gibt keine Geheimniskrämerei. Sobald die Zusammenfassung des Gutachtens bei mir eintrifft, werde ich es auf die Gemeinde-Homepage stellen.“ Es solle auch einen Info-Abend geben, wo die Sachverständigen die Fragen der Bürger beantworten.

Für Gurgiser und die Anwohner sind die Gutachten in schriftlicher Form ein Pluspunkt. „Denn ohne ein Gutachten gelesen und vor allem verstanden zu haben – das ist eine großer Herausforderung für die Anrainerschaft –, macht eine Diskussion wenig Sinn“, sagt Gurgiser.

Bis es zur Flächenwidmung durch die Gemeinde und darauf folgend zum Bau des Logistikzentrums kommen kann, werden noch viele Wochen vergehen. Zeit, die die Anrainer und das Transitforum für Einwände und Anfragen nutzen wollen. Denn eines stößt ihnen derzeit ziemlich sauer auf: Mitte Juli schickte das Transitforum in Zusammenarbeit mit den betroffenen Anrainern fünf – doch recht simple – Fragen an die Post. Darin ging es u. a. um den fehlenden Bahnanschluss, Leasingmitarbeiter und die Verkehrslage. Doch bis heute kam keine Antwort. „Dieses bürger­unfreundliche Verhalten der Postvorstände entspricht einer Haltung aus der Steinzeit, wo Bürgerinteressen ignoriert wurden“, ärgert sich Gurgiser. Das sei nicht duldbar. Für die Anrainer sei klar: Die Luft- und Lärmsituation werde sich durch das Logistikzentrum weiter verschlechtern.

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Laut BM Schubert müsse die Post 425 Vollzeitäquivalente garantieren. „Wir wollen kein Sozialdumping. Wenn die Post mehr Leasingarbeiter hat, muss sie Ausgleichszahlung leisten, und das wird wohl nicht ihr Ziel sein“, sagt Schubert.


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