Schrott erhielt geförderte Wohnung nicht: Pikanter Streit um Vergabe in Oetz

Die Wohnungsvergabe ist geplatzt, weil es die gewünschte Einheit nicht gab: Jetzt deckt Ex-VP-NR Schrott Oetz mit Beschwerden ein.
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Innsbruck, Oetz – Die Vergabe einer geförderten Wohnung in Oetz beschäftigt mittlerweile auch das Land Tirol. Schließlich hat ein Bewerber eine Aufsichtsbeschwerde an die Gemeindeaufsicht in der Bezirkshauptmannschaft Imst und in der Landesregierung geschickt, weil er die von ihm „geforderte“ Wohnung nicht erhalten hat. Zugleich schaltete er die Landesvolksanwaltschaft und den Volksanwalt ein. Bei dem Oetzer Gemeindebürger handelt es sich um den ehemaligen ÖVP-Nationalrat Dominik Schrott, der nach Affären im Wahlkampf 2017 zurücktreten musste und seit Jänner 2020 im ÖVP-geführten Innenministerium in Wien angedockt hat. Der Ötztaler Blogger Markus Wilhelm hatte die Geschichte von Schrotts Nichtberücksichtigung Anfang Juli publik gemacht.

Doch jetzt geht Schrott zur Verwunderung vieler in die Vollen. Warum Verblüffung? Schließlich beharrte er auf der Zuerkennung einer der beiden größten Wohnungen in dem Objekt mit 21 Wohneinheiten. Diese wurden aber laut dem Vergabegremium nach eingehender Prüfung und nach einer möglichst fairen Vorgangsweise an zwei Familien mit zwei Kindern vergeben. Für die anderen Wohnungen interessierte sich der ehemalige ÖVP-Nationalrat gar nicht, er übermittelte der Gemeinde Oetz nicht einmal die Unterlagen vor der Vergabe.

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