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Klinik-Kapazitäten am Prüfstand: Warnung vor Fokussierung allein auf Covid

An der Klinik wird teils noch immer an OPs und Behandlungen aufgearbeitet, was durch die Corona-Krise zu kurz kam. Einen so großen Puffer für Covid-Patienten brauche es im Herbst nicht mehr, sagt Klinikchef Wolf.

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Stefan Lughofer • 10.08.2020 15:54
Es ist also durchaus zu befürchten, dass die sogenannten "Kollateralschäden" langfristig sogar mehr Opfer fordern, als COVID 19 bisher an "Übersterblichkeit" in Österreich verursacht hat (ca. 100 Personen). Wobei es vermutlich auch sehr viel jüngere Menschen treffen wird, wie das im Durchschnitt bei den Todesfällen mit COVID 19 Infektion (bedeutet nicht, dass ursächlich an COVID 19 verstorben). Und das natürlich auch weltweit!
Klaus Duschek • 10.08.2020 04:53
Es ist dringend nötig, genau abzuklären und rechtlich aufzuarbeiten, welche Folgeschäden der Allgemeingesundheit durch verschobene Behandlungen/Operationen/Untersuchungen verursacht wurden. Ich erlaube mir hier die öffentliche Bitte an die jeweils zuständigen Staatsanwaltschaften, von allen Krankenanstalten ihrer Gerichtssprengel die Krankenakten von verschobenen Behandlungen/Operationen/Untersuchungen berichtspflichtig anzufordern um herauszufinden, ob bzw. inwieweit dadurch gesundheitliche Schäden eingetreten oder verschlimmert (z.B. im Sinn von nicht mehr dauerhaft heilbar und deshalb mit Dauerschmerzen verbunden) wurden bzw. in den tragischten Fällen der Tod des jeweiligen Patienten/in eingetreten ist oder dieser ernstlich zu befürchten ist. Es sollte dabei den Krankenanstalten und ÄrztInnen klar kommuniziert werden, dass dabei nicht sie als Verdächtige geführt werden sollen, da sie nur Vorgaben der Politik umsetzten – die Beschuldigten wären im Bereich der diese Beschränkungen anordnenden PolitikerInnen zu suchen, die zur „Rettung“ Weniger den Tod und die dauerhafte körperliche Schädigung Tausender hingenommen und in Kauf genommen haben (und dafür die Verfassung gebrochen und ohne Grund Angst und Panik erzeugten). Weiters wäre zu überlegen, ob nicht ebendiese Staatsanwaltschaften in den Medien einen Aufruf dergestalt machen sollten, dass sich Menschen melden, die sich wegen der politisch verursachten Panikmache und sinnlosen Verknappung der medizinischen Ressourcen (geschlossene Arztpraxen, abgesagte Behandlungs/Untersuchungstermine) trotz bestehender körperlicher Beschwerden nicht in die Ambulanzen/Arztpraxen getrauten bzw. von diesen mangels Kapazität abgewiesen wurden. Auch in diesen Fällen sollten alle dadurch verursachten körperlichen Schäden als fahrlässige Körperverletzung bzw. bei Tod (oder drohendem Tod wegen zu spät begonnener Behandlung) als fahrlässige Tötung verfolgt werden. Es kann nicht sein, dass unter dem Deckmantel, Triagen von Covid-PatientInnen vermeiden zu wollen, eine generalisierte politische Triage aller übrigen PatientInnen im Bereich der Normalversorgung stattgefunden hat und immer noch stattfindet, zumal es echt pervers ist, den Tod oder die schwere körperliche Schädigung eines bereits real existierenden Patienten in Kauf zu nehmen, um einen eventuell/vielleicht auftretenden Covid-Patienten behandeln zu können. Das ist weder rechtlich zulässig, noch ethisch vertretbar – für Ersteres sind die Politiker zur Verantwortung zu ziehen, für Zweiteres (Ethik kann man von einem Politiker nun wirklich nicht ernsthaft erwarten) sollten sich die willfährigen ÄrztInnen zumindest im stillen Kämmerchen schämen!
Walter Gruber • 10.08.2020 04:25
Es wurden nicht nur OP-Termine verschoben. Auch Termine in ALLEN Ambulanzen wurden von der Klinik Innsbruck abgesagt oder verschoben. Ein Termin von mir um ein Jahr!!!!! Nicht die Patienten gingen weniger, die Klinik schlief.

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