„Wie bei einer Razzia“: Corona-Kontrollen in Reuttener Nachtlokal empören

Verantwortliche eines Nachtlokals fühlen sich von Polizisten überrollt. 17 Beamte nahmen eine „geschlossene Gesellschaft“ unter die Lupe.

(Symbolbild)
© HELMUT FOHRINGER

Von Helmut Mittermayr

Reutte – Als „vollkommen überzogen“ bezeichnen Konzessionsgeber, die Geschäftsleiterin und Security-Mann Bertl Fuchs die Corona-Kontrollen in einem Reuttener Nachtlokal vor zehn Tagen. Die Polizei war mit insgesamt 17 Beamten erschienen, um zu überprüfen, ob die gemeldete Personenliste auch mit den Gästen übereinstimmte. Für die geschlossene Veranstaltung nach ein Uhr nachts waren über 100 Personen namentlich – als Corona-Maßnahme vorgeschrieben – bei der Behörde angemeldet worden. 26 Besucher waren dann anwesend, als die Polizei um halb zwei erschien.

Die Wirtin hatte als Grund für die geschlossene Gesellschaft ihr eigene Verlobungsfeier angegeben: „Die Vorgangsweise war wirklich geschäftsschädigend. Die Aktion dauerte über 30 Minuten. Die Gäste sind sich vorgekommen wie Schwerverbrecher, manche wurden abgelichtet. Und viele sind gegangen“, sagt sie. Man könne dem Nachtgeschäft doch nicht mit solchen Einsätzen noch mehr Schaden zufügen. Sie hätten es in Corona-Zeiten eh schon alle so schwer. „Wir müssen mit der Polizei zusammenarbeiten. Aber dieser Vorfall ging zu weit. Da bleiben unsere Gäste weg.“ Eine weitere polizeiliche Überprüfung am gerade vergangenen Wochenende mit neun Beamten sei dann aber in Ordnung gewesen.

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