Aufregung um Motorboot-Übungsfahrten am Plansee

Ufernahe Motorbootfahrten sorgten am Wochenende für Irritationen bei Badegästen am Plansee.

Das voll besetzte Motorboot der Wasserrettung in Ufernähe sorgte am Wochen­ende für Fragen unter den Badegästen am Plansee.
© privat

Breitenwang – Die momentane Hitzephase sorgt an den Gewässern für Hochbetrieb. So auch am Plansee und Heiterwanger See im Außerfern. Dass dabei dort das Motorboot der Wasserrettung Badegästen und Ufer „viel zu nah“ gekommen sei, sorgte am Wochenende für Irritationen bei einigen Besuchern. Vor allem, weil auch Nicht-Mitglieder der Wasserrettung an Bord zu sein schienen. Christian Oberforcher, Obmann der Wasserrettung Breitenwang, winkt ab: „Das sind keine Spaßfahrten, sondern notwendige Übungsfahrten“, betont er gegenüber der TT.

Besonders hervorgehoben wird seitens der Wasserrettung, die für alle Gewässer im Außerfern zuständig ist, dass die 15 Bootsführer des Vereins zweimal jährlich üben müssen. Und das notwendig­e Übungsszenario betrifft auch das Anlegen an den beiden Bootshäusern „Forelle“ und „Seespitz“. „Dabei sind manchmal die Familien der Bootsführer oder auch ander­e Mitglieder an Bord“, erklärt Oberforcher. Am Samstag seien zudem Jungfeuerwehrmänner der Stadtfeuerwehr Vils transportiert worden. „Im Bereich der Schwimmer wird aber mit weniger als Schrittgeschwindigkeit gefahren. Und alle tragen – wie vorgeschrieben – Schwimmwesten.“ Vom Ufer aus würden Beobachter oft eine andere Wahrnehmung von den tatsächlichen Entfernungen am Wasser haben.

80 Prozent der Motorbootfahrten am Plansee dienen der Ausbildung, 20 Prozent sind Einsätze. Darunter fallen nicht nur konkrete Notfälle, sondern auch Kontrollfahrten, um schnell vor Ort zu sein. Zudem werde die Bergrettung bei Unfällen mit raschen Seeüberquerungen auf die andere Seite unterstützt. Zu den Aufgaben zählen auch oft dramatische Bergungen nach Verkehrsunfällen an der kurvigen Uferstraße. (pascal)

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