Enormer Wertgewinn: Gold im Schließfach kostet extra

Seit Jahresbeginn hat das Edelmetall rund 36 Prozent an Wert gewonnen. AK-Konsumentenschützer weisen auf Risiken beim Goldkauf hin.

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Vergangene Woche wurde das Edelmetall an der Londoner Börse für 1742,02 Euro je Feinunze gehandelt – so hoch wie noch nie.
© AFP

Wien – Der Goldpreis befindet sich auf ungebremstem Höhenflug. Unsicherheiten rund um die Entwicklung der Coronavirus-Krise gelten laut Experten als Grund für den starken Anstieg des Goldpreises. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Oberösterreich warnen jene zur Vorsicht, die gerade jetzt Gold als sichere Anlageform betrachten. „Vergleichen Sie die Kosten und Hände weg bei dubiosen Angeboten“, schreiben die AK-Experten in einer Aussendung.

Beim Kauf und Verkauf von Goldmünzen und -Barren sollte man die Kurse verschiedener Anbieter vergleichen, denn es gebe keinen Einheitskurs. Dies liegt auch daran, dass zeitlich unterschiedliche Kurse des London Gold Fixing zugrunde gelegt werden. Auch Unterschiede bei Gebühren seien zu beachten. Der Handel mit Goldmünzen und -Barren ist umsatzsteuerfrei.

Die Konsumentenschützer weisen auch darauf hin, dass die sichere Verwahrung des Edelmetalls etwa in einem Bankschließfach extra kostet. Denn im Falle eines Diebstahls verhalte es sich wie mit Bargeld: Es ist nicht personalisiert und kann nicht wie zum Beispiel ein Sparbuch gesperrt werden. Keinesfalls solle Gold zuhause aufbewahrt werden.

Bei Gold- und Edelmetall-Sparplänen mahnen die AK-Experten zur Vorsicht, denn in der Vergangenheit haben sehr aktive Anbieter ihren Kunden hohe Verluste beschert. Einer der Anbieter habe Falschgold präsentiert, der andere hatte überwiegend leere Lagerstätten. (TT, ritz)


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