Kneippen: Mehr als ein Wechselbad der Gefühle

Wasserbäder, die ein Pfarrer vor 170 Jahren an sich selbst praktizierte, sind mittlerweile UNESCO-Kulturerbe. Derzeit erlebt die Kneipp-Philosophie einen Aufschwung. Es geht jedoch nicht nur um kalt und warm, es gibt verschiedene Anwendungen, die sich ganz nach den Beschwerden richten.

Ob zuhause oder in der Natur, Kneippen ist da und dort möglich.
© iStockphoto

Von Susann Frank

Zuletzt war die Kneipp-Methode, die auf den bayerischen Pfarrer Sebastian Kneipp zurückgeht (1821–1897), etwas aus der Mode geraten. Doch das Interesse daran ist zuletzt wieder gestiegen. Ein Beispiel: „Viele Eltern wollen vermeiden, dass den Kindern zu häufig Antibiotikum verschrieben wird. Und weil Kneippen vor allem das Immunsystem stärkt, insbesondere die Wasseranwendungen, erleben wir einen Aufschwung“, berichtet Rosi Marte. Sie hält seit Jahren Vorträge für den „Kneipp-Aktiv-Club Tirol“ und berichtet dabei über weitere positive Effekte wie Verbesserung des vegetativen Nervensystems, der Durchblutung (Stoffwechseltraining) und des Gewebes (Elastizität).

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