SPÖ-Chefin Rendi-Wagner zu Maskenpause: „Das ist das Mindeste“

Die SPÖ-Chefin ist empört das Nein von ÖVP-Schramböck zur Masken-Pause. Ihre Partei werde auf jeden Fall Entsprechendes im Nationalrat beantragen.

Rendi-Wagner ortet bei den türkis-grünen Koalitionären „Verachtung der Arbeitnehmer“
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Wien –SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner bleibt bei ihrem Begehren: Für Menschen, die von Berufs wegen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, sollte es eine Masken-Pause geben. Dass ÖVP-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck dagegen ist, empört Rendi-Wagner. „Frau Schramböck, haben Sie schon einmal acht Stunden lang bei über 30 Grad mit Maske gearbeitet?“, fragt die Rote in Richtung der türkisen Ressortchefin.

Für Rendi-Wagner ist die Masken-Auszeit – alle zwei Stunden für 15 Minuten – „das Mindeste, was wir den Menschen, die auch in der Corona-Krise täglich für uns alle in den Supermärkten, im Tourismus oder in Postfilialen vollen Einsatz zeigen, zugestehen müssen“. Ihre Partei werde Entsprechendes im Nationalrat beantragen.

Schramböck hat gesagt, die Bedenken von Wirtschafts- und Handelsvertretern zu verstehen: „Wir dürfen die Unternehmen nicht belasten in der jetzigen Zeit.“

WKO-Handelsobmann Rainer Trefelik wirft der Gewerkschaft, die auch auf eine Masken-Pause drängt, einen sozialpartnerschaftlichen „Systembruch“ vor: „Ich verstehe nicht, warum ich das auf die parlamentarische Ebene heben muss.“ Derlei besprächen normalerweise Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter. (kale)


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