Erhalt von Mandelsbergerpark in Innsbruck ist gesichert

Krankheitsbedingt gefällte Bäume wurden bereits ersetzt – und Stellplätze für die Metalltechnik-Berufsschule gehen nicht auf Kosten der „grünen Lunge“.

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Das moderne Werkstättengebäude (Kostenpunkt: ca. 18 Mio. Euro) soll Anfang 2021 eröffnet werden.
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Von Michael Domanig

Innsbruck – Für das Land Tirol ist es laut LR Johannes Tratter (ÖVP) derzeit das größte Hochbauprojekt überhaupt: Um mehr als 18 Mio. Euro entsteht ein topmodernes neues Werkstättengebäude am Areal der Tiroler Fachberufsschule (TFBS) für Metalltechnik in der Innsbrucker Mandelsbergerstraße. Ziel ist es, das aufwändige Vorhaben bis Anfang 2021 abzuschließen.

Für Aufregung unter Anrainern und der Innsbrucker Opposition sorgte bereits vor zwei Jahren die Befürchtung, der Mandelsbergerpark im Hof der Schule könnte Lehrerparkplätzen zum Opfer fallen (die TT berichtete mehrfach). Der „ganz ursprüngliche“ Plan, einen Teil der insgesamt 100 nachzuweisenden Stellplätze anstelle des Parks zu errichten, sei aber schon früh – bereits vor den Anrainerprotesten – „in der Schublade gelandet“, stellt Projektleiter Baumeister Ludwig Tanzer klar. Gemeinsam mit der Stadt hätten die Experten eine kreative Lösung ausgearbeitet, um den Parkplätzen Genüge zu tun und zugleich das Naturjuwel erhalten zu können, betont Tratter. Es gelang, die fraglichen 26 Stellplätze in anderen Bereichen des weitläufigen Areals nachzuweisen.

Bürgermeister Georg Willi und Landesrat Johannes Tratter machten sich am Mittwoch gemeinsam mit Projektleiter Ludwig Tanzer (v. l.) ein Bild von den neu gepflanzten Bäumen im Mandelsbergerpark.
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Zuletzt gab es neuerlich Kritik, weil im Mandelsbergerpark vier Bäume gefällt werden mussten. Diese seien aber nachweislich krank – und eine potenzielle Gefahr für Leib und Leben – gewesen, so Tanzer, einer wurde bei den Bauarbeiten an der Wurzel beschädigt. Als Ersatz wurden nun vier neue Bäume gesetzt (Ahorn, Silbertanne, Birke und Buche) – und zwar nicht Setzlinge, sondern bereits größere Exemplare .

Das Land habe „zu 100 Prozent Wort gehalten“, freute sich Bürgermeister Georg Willi (Grüne) beim Lokalaugenschein am Mittwoch, „diese grüne Lunge für die Anrainer bleibt erhalten“. Die ganze begleitende Aufregung habe sich als unnötig herausgestellt.


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