Eine Verschnaufpause für besonders belastete Frauen

Die Sparkasse-Privatstiftung und die Caritas ermöglichen Alleinerzieherinnen mit ihren Kindern einen Urlaub mit Rundumbetreuung.

Ida Wander und Bruno Wallnöfer von der Privatstiftung der Sparkasse mit Caritas-Direktor Georg Schärmer (l.) auf der aussichtsreichen Terrasse des Bildungshauses St. Michael in Pfons. Dort ermöglichen sie Alleinerzieherinne­n mit ihren Kindern eine Woche Ruhe und Erholung.
© Daum

Von Denise Daum

Pfons – Die Mehrfachbelastung von Frauen ist bekannt. Die Corona-Krise hat für viele die Situation nochmals verschärft. In der Zeit des Lockdowns waren gerade Alleinerzieherinnen extrem gefordert und unter Druck. Viel­e sind an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen. Genau diese Frauen möchte die Sparkassen Privatstiftung erreichen und ihnen etwas Last von den Schultern nehmen.

„Die Privatstiftung hat eine starke soziale Komponente. Wir unterstützen jedes Jahr ein gemeinnütziges Projekt. Heuer wollen wir einen Beitrag zur Abmilderung der Corona-Folgen für Mütter leisten“, erklärt Vereinsvorsitzender Bruno Wallnöfer.

Insgesamt 35.000 Euro stellt die Sparkasse-Privatstiftung zur Verfügung. Damit wird besonders belasteten Alleinerzieherinnen mit ihren Kindern eine Woche Urlaub im Bildungshaus St. Michael in Pfons ermöglicht. „Die Frauen sollen einmal durchschnaufen können. Wir möchten ihnen die Gelegenheit bieten, sich zu erholen und zur Ruhe zu kommen“, erklärt Wallnöfer.

„Die Corona-Krise trifft Frauen mit voller Wucht“, ergänzt Ida Wander, Vorstandsmitglied der Sparkasse-Privatstiftung. Für sie lag es daher auf der Hand, den Fokus des heurigen Sozialprojekts auf Frauen zu legen.

Die Auswahl der Familien, großteils Alleinerzieherinnen, erfolgt durch die Caritas, die naturgemäß mit zahlreichen Frauen in Kontakt ist, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.

Caritas-Direktor Georg Schärmer ist über die Initiative der Privatstiftung sehr dankbar. „Ich kann die Schwerpunktsetzung auf Frauen nur unterstützen. Wir wissen um die Notwendigkeit dieses Angebots. Wir haben Familien, die noch nie in ihrem Leben einen Urlaub verbracht haben“, sagt Schärmer.

Die Schicksale der Frauen, die nun die Möglichkeit für eine Auszeit bekommen, sind berührend. „Es ist betrüblich, dass die Not bei uns immer mehr zunimmt“, sagt Bruno Wallnöfer.

Die Frauen und ihre Kinder werden während ihres Aufenthalts in St. Michael rundum versorgt und professionell betreut. Verschiedene Ausflüge und Unternehmungen stehen auf dem Programm. „Die Frauen sind es gar nicht gewohnt, dass sie mal im Mittelpunkt stehen und sich jemand so um sie kümmert“, sagt Schärmer. Die Resonanz auf das Angebot sei enorm. Die Frauen seien sehr dankbar für diese Auszeit.

Das Bildungshaus St. Michel inmitten der Natur ist für Geor­g Schärmer der perfekte Ort für Erholung und Ruhe. Das Haus der Diözese Innsbruck vermittelt Geborgenheit, das Panorama ist beeindruckend.

Das Projekt läuft den ganzen August über und soll im Herbst fortgesetzt werden.


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